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Little Hurricane – SAME SUN, SAME MOON

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little hurricaneDas Duo aus San Diego lotet die Grenze zwischen Mainstream-Affinität und authentischem Blues aus.

Zugegeben, die Sorte Blues, die Little Hurricane auf ihrem vierten Soloalbum spielen, ist nicht in dunklen und einsamen Kaschem­men zu Hause. Es ist eher Blues-grundierter Pop, der weiteren Kreisen einen Zugang ermöglicht. Das ist nicht verwerflich, denn Anthony Catalono und Celeste Spina sind vor allem gute Songwriter, die für ihr neues Album besonders heftig von der Muse geküsst worden sind. Zwischen den Riffs, die auf Könnerschaft und Spielfreude hindeuten, gibt es Songs mit feinfühligen Refrains wie in ›For Life‹ oder ›You Remind Me‹. Das Tempo wird in der Regel nicht angezogen, die Band verweilt im Midtempo und verliert im Fast-Stomper ›March Of The Living‹ nur kurz die Beherrschung. Eine zu große Kratzbürstigkeit würde zu dieser Band auch einfach nicht passen. Dass der thematische Fokus des Blues auf unerwiderter Liebe liegt, haben die Amerikaner verstanden. Und wenn wie im Abschlusssong ›Moon‘s Gone Cold‹ dafür kurzfristig ganz tief in die Klischeekiste gegriffen wird („There is no mountain, I can climb“), dann geht das absolut in Ordnung. Denn ein guter Song ist ein guter Song.

7/10

Little Hurricane
SAME SUN, SAME MOON
CAROLINE/ROUGH TRADE

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