Review: Life Of Agony – THE SOUND OF SCARS

Life Of Agony Sound Of Scars

Einmal Vollgas bitte!

Es konnte einem warm ums Herz werden, als Life Of Agony 2017 zurückkehrten. Aus Keith war Mina Caputo geworden, was erfreulicherweise mit größtem Respekt aufgenommen wurde, dazu wurde A PLACE WHERE THERE‘S NO MORE PAIN zu Recht als eines der besten Metalalben des Jahres gefeiert. Hätte also kaum besser laufen können! Und die positive Energie dieses triumphalen Comebacks floss nun in einen Nachfolger, der zwar einerseits das Konzept des teils verstörend finsteren Meisterwerks RIVER RUNS RED von 1993 aufgreift, dabei aber mit einer ungestümen Punk-Energie so sorglos entfesselt angestürmt kommt, dass man fast schon von LOAs erstem Feelgood-Album sprechen möchte. Die tonnenschwere Wucht des Vorgängers wird hier teils gegen eine fiebrige Leichtfüßigkeit eingetauscht, wie man sie nicht von einer Band erwarten würde, die seit 30 Jahren im Geschäft ist. Das Ganze dann garniert mit dem unverändert treffsicheren Gespür für Groove und Hooks, und wir stehen vor einem weiteren äußerst gelungenen Spätwerk. Diese Narben bereiten nur Freude, keinen Schmerz.

8/10

Life Of Agony
THE SOUND OF SCARS
NAPALM/UNIVERSAL

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