Review: Kansas – THE PRELUDE IMPLICIT

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Review: Kansas – THE PRELUDE IMPLICIT

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kansas 2016Nach der Wiederbelebung.

Ankündigungen wie diese lassen den Fan zwischen Vorfreude und Ausverkaufs-Sorgen schwanken: Klar klingt es toll, dass sich die Progrock-Institution nach dem endgültigen Abschied von Kerry Livgren und auch im Gefolge des aktuellen, von ein wenig Schmutz­waschgang begleiteten Exodus von Sänger Steve Walsh abermals zu neuen Taten berufen fühlt. Doch allzu häufig waren derartige Wieder­belebungs­versuche bei anderen Bands zumindest teilweise eher enttäuschend verlaufen. Und immerhin ist dieses, ihr 15. Stu­dioalbum, das erste seit dem Jahr 2000 (SOMEWHERE TO ELSEWHERE). Und sogar das erste seit 1983 (DRASTIC MEASURES), das ohne Steve Walshs charakteristische Stimme und seine Keyboard-Beiträge auskommen muss. Doch wir dürfen Entwarnung geben – Kansas-Fans aller Phasen könnten an diesem Lebens­zeichen durchaus Gefallen finden, das mit ›The Voyage Of Eighteen‹ sogar eine veritable Hymne à la ›Carry On Way­ward Son‹ aufbietet. Für deren authentischen Sound stehen u.a. David Ragsdale (Violine, Gesang), Rich Williams (Gitarre) und Phil Ehart (Drums) gerade. Generell erinnern die aktuellen Kansas allerdings ein wenig mehr an die vielfach unterschätzten Jahre mit John Elefante, was an der überzeugenden Stimme von Ronnie Platt liegt, dem neuen Mann am Mikrofon. Beim Track ›Summer‹ denkt man aber auch an Billy Greers Projekte Seventh Key und Native Window. Wer also mit viel Melodie und etwas weniger Taktwechseln sowie einem kleinen Schwenk in Richtung Melodic Rock und AOR leben kann, der wird vermutlich hoffen, dass THE PRELUDE IMPLICIT zum Vorspiel eines langen weiteren Kapitels der Kansas-Geschichte wird.

7/10

Kansas
THE PRELUDE IMPLICIT
INSIDEOUT/SONY

Text: Klaus Reckert

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