Review: Howlin’ Wolf – HOWLIN’ WOLF (THE ROCKIN’ CHAIR ALBUM)

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Review: Howlin’ Wolf – HOWLIN’ WOLF (THE ROCKIN’ CHAIR ALBUM)

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Howlin’ Wolfs legendäres zweites Album.

Vor allem die junge britische Blues-Gemeinde stand lichterloh in Flam­men, als im Januar 1962 jenes selbstbetitelte zweite Album vom Chicago-Label Chess Records per Import erhältlich war. Von der Anhängerschaft dank Don Bronsteins Foto einer am Schaukelstuhl lehnenden Dart-Akustikgitarre bald als THE ROCKIN’ CHAIR ALBUM tituliert, galt das aus di­­versen Single-Veröffentlichungen der Jahre 1959 bis 1962 kompilierte runde Dutzend Songs schnell als heiliger Gral der aufstrebenden Groß-Lon­doner Blues-Szene. Sein Urheber, der mit exaltiertem Stimmtimbre ausgestattete Fast-Zweimeter­mann Chester Arthur Burnett, wie der bürgerliche Name der erst recht spät zu Ruhm gekommenen Blueslegende lautete, wurde bis zum Tod 1976 im Alter von 65 Jahren wie ein Prophet verehrt. Was sich 1971 auch im All-Star-Aufgebot (u.a. Eric Clapton, Steve Winwood, Bill Wyman, Charlie Watts, Ringo Starr) der LP THE LONDON HOW­LIN’ WOLF SESSIONS manifestierte.

Auf HOW­LIN’ WOLF, aufgezeichnet unter Mithilfe legendärer Chess-Koryphäen wie u.a. Gitarrist Hubert Sumlin, Pianist Otis Spann und Bassist Willie Dixon, reiht sich ein (zumeist von Dixon) komponierter Blues-Standard an den anderen. Allerdings nahm die weiße Welt Klassiker wie ›Spoonful‹, ›The Red Rooster‹, ›Wang Dang Doodle‹, ›Back Door Man‹ oder ›Down In The Bottom‹ mehrheitlich erst in Cover-Versionen von Cream, The Doors, Rolling Stones, Ten Years After oder den Pointer Sisters wahr. Mit signifikanten Zeilen aus ›Shake For Me‹ und ›Back Door Man‹ bestückten Led Zeppelin 1969 ihren ohnehin von Willie Dixons ›You Need Love‹ abgekupferten Durchbruchshit ›Whole Lotta Love‹. Und der T. Rex-Elfenmann Marc Bolan destillierte sich aus Howlin’ Wolfs Version von Dixons ›You’ll Be Mine‹ seinen europaweiten 71er-Charthit ›Jeepster‹.

10/10

Howlin’ Wolf
HOWLIN’ WOLF (THE ROCKIN’ CHAIR ALBUM)
WAX LOVE

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