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Fleet Foxes – SHORE

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Soul und Südamerika: Robin Pecknold erweitert seinen versponnen-schönen Indie-Folk

Am Strand stehen, festen Boden unter den Füßen, das große Ungewisse vor einem. Dieses Bild hatte Sänger und Songschreiber Robin Pecknold im Kopf, als er SHORE schrieb. Das verrät er im Pressetext zu seinem vierten Album mit den Fleet Foxes. Es ist ein sehr weites Bild, gleichzeitig konkret und abstrakt. Es hat etwas Naturmystisches, fast Esoterisches an sich, man kann sich sicher und verloren auf einmal vorkommen. Es ist so, wie seine Texte sind. Sie handeln von Liebe, Vergänglichkeit, Einsamkeit, soviel steht fest, aber was heißt das schon? Sie fließen frei dahin, Einzelnes versteht man auf Anhieb, vieles bleibt unbestimmt, manches ist surreal.

Pecknold hat zuletzt unter anderem den Avantgarde-Musiker Arthur Russel, Curtis Mayfield und João Gilberto gehört, und alles meint man herauszuhören. Die typische Paul-Simon-artige Sensibilität und die Harmoniegesänge sind immer noch da, dazu kommen diesmal auffallend viele Bläser, zwischen einzelnen Liedern hört man Vögel zwitschern und Meeresrauschen, ein paar Zeilen werden auf Portugiesisch gesungen. Es sind versponnen-schöne, frei interpretierbare Songs: Soviel war zu erwarten.

8 von 10 Punkten

Fleet Foxes, SHORE, ANTI/INDIGO

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