-

Eric Clapton – LIFE IN 12 BARS

■

Eric Clapton Life in 12 Bars

Ein Leben in mehr als zwölf Takten: Soundtrack-Doppel-CD zur gleichnamigen Kinodoku.

In den Mittsechzigern stand auf einer Londoner Mauer „Clapton Is God“ gepinselt. Ein ebenso plakativ unsinniger wie für den angeblich Geehrten gefährlicher Slogan. Wie sehr der britische Gitarrenvirtuose und manische Blues-Enthusiast nach dem weltweiten Durchbruch im Trio Cream außer Balance geriet, dürfte hinlänglich im kollektiven Pop-Bewusstsein gespeichert sein: Jahre­langer schwerer Heroinabhängigkeit folgte eine ebenso herbe Alkoholsucht. Dass seine Musik ihm immer wieder als Therapie bis zur endgültigen Genesung diente, grenzt an ein Wunder angesichts diverser Freunde und Wegbegleiter, denen das nicht vergönnt war.

Die Doppel-CD LIFE IN 12 BARS, der Sound­track zu gleichnamiger Kinodoku von Regis­seurin Lili Fini Zanuck, versammelt auf 32 Tracks, davon fünf bislang unveröffentlicht, die Essenz des Meisters. Blues von den Origi­nalen Muddy Waters und Big Bill Broonzy liefert den Einstieg. Danach folgen sämtliche Stationen in Chronologie bis zum Jahre 1974: Eric Claptons Snobismus ließ ihn rasch von der R&B-Combo The Yardbirds (›I Wish You Would‹, ›For Your Love‹) zu John Mayalls pu­­ristischen Bluesbreakers (›Steppin’ Out‹, ›All Your Love‹) wechseln. Als Beispiele für die gigantomanische Cream-Ära dienen Studio­versionen (›I Feel Free‹, ›Strange Brew‹, ›Sun­shine Of Your Love‹, ›Badge‹) sowie die Live­mitschnitte ›Crossroads‹, ›Spoonful‹ und ›White Room‹. Den Sessionmusiker Clapton gibt es auf Aretha Franklins ›Good To Me As I Am To You‹ sowie ›While My Guitar Gently Weeps‹ von den Beatles und George Harri­sons ›My Sweet Lord‹ zu hören.

Es folgen die Intermezzi mit Blind Faith (›Presence Of The Lord‹) und Delaney, Bonnie & Friends (›Co­min’ Home‹), bevor Clapton sowohl als Solist wie auch bei Derek And The Dominos (insgesamt sieben Studio- und Live-Tracks) zum ur­­eigenen, seither nur noch wenig variierten, mehrheitlich von Amerikanismen geprägten Stil findet. Nach Junkie-Durchhängern in den frühen 70er-Jahren folgte 1974 das fulminante Comeback 461 OCEAN BOULEVARD. Da findet sich auch die bis dato unveröffentlichte Full-Length-Version von Bob Marleys ›I Shot The Sheriff‹.

9/10

Eric Clapton
LIFE IN 12 BARS
UNIVERSAL

Der Trailer zur Doku „Life In 12 Bars“:

- Advertisement -

Weiterlesen

Viper Queen – Munich Rock City

Die Zeiten, in denen München als weltweit gefragte Adresse für die internationale Rockszene galt, müssen nicht vorbei sein. Die fünf von VIPER QUEEN versuchen,...

Endlich am Kiosk & ab sofort im Online-Shop erhältlich: Die neue Ausgabe von CLASSIC ROCK!

Tony Iommy - Über die Vergangenheit mit Black Sabbath und sein brandneues Studioalbum. •• Aerosmith Der turbulente Weg zum großen 80er-Comeback. • Greta Van Fleet Die Kids werden...

Lebenslinien: Zakk Wylde

Er spielte jahrelang Gitarre für Ozzy und hörte sich endlose Geschichten von ihm und Lemmy an. Er war im Himmel, als er Elton John...
- Advertisment -