Review: Electric Light Orchestra – SECRET MESSAGES

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Review: Electric Light Orchestra – SECRET MESSAGES

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Electric Light Orchestra Secret Messages

Was lange währt, wird endlich gut: ELOs um sieben Tracks komplettiertes 10. Studiowerk.

John Lennon soll einmal gesagt haben, dass ELO in seinen Ohren so klängen wie die Beatles, wenn sie konsequent die Linie von ›Strawberry Fields Forever‹ und ›I Am The Walrus‹ beibehalten und sich nicht ge­­trennt hätten. Im Post-Beatles-Vakuum erwiesen sich ELO jedenfalls als idealer Ersatz mit hochwertigen Alben – vom selbstbetitelten De­­büt bis hin zur genialen Doppel-LP OUT OF THE BLUE (1977).

Dass ELO hierzulande und anderswo die Pole Position erst 1981 mit TIME eroberten, heißt lediglich, dass die von Jeff Lynne ge­­führte Truppe einen Grad an Kommerzialität erreicht hatte, der manchem Fan der frühen Stunde schon ein wenig bitter aufstieß. Als 1983 SECRET MESSAGES erschien, entging aufmerksamen Zuhörern nicht, dass der künstlerische Zenit überschritten war. Vor allem die Auskopplungen ›Four Little Diamonds‹, ›Rock’­n’Roll Is King‹ und ›Secret Messages‹ klangen ein wenig formelhaft. Noch nicht ahnen konnte man, dass es das letzte ELO-Werk auf dem La­­bel Jet mit Bassist Kelly Groucutt, El Dirigente Louis Clark sowie echten Streichern sein würde. Dass die Zeichen auf Sturm standen, erfuhr der Konsument nicht. Der Jet-Vertrieb CBS/Sony teilte Lynne knapp mit, dass er sein ursprüngliches Doppelalbum auf eine eingedampfte Elf-Song-Einzel-LP runterzuschrauben hätte.

Zum 35. Jubiläum liegt SECRET MESSAGES – wie einst geplant – erstmals um sieben Tracks er­­weitert als 180-Gramm-Doppel-Vinyl auf. Er­­staunlich, dass Stücke wie das bislang unveröffentlichte ›Beatles Forever‹ sowie das als B-Sei­ten, im Boxset AFTERGLOW oder als Bonus auf dem 2001er Remaster von SECRET MESSA­GES erschienene Material (u.a. ›Hello, My Old Friend‹, ›Endless Lies‹, ›Mandalay‹) seinerzeit so schnöde gekappt wurden.

8/10

Electric Light Orchestra
SECRET MESSAGES
EPIC/SONY

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