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D’Angerous – MOONSHINE OVER JET BLACK SKIES

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D'Angerous Moonshine Over Jet Black Skies

Retro und relevant.

Wenn man als Hardrock-Band im Jahr 2018 mit dem ersten Video gleich über 200.000 Aufrufe auf Spotify erreicht, ist das mehr als ein positives Zeichen. Das Ber­liner Quartett mit dem neuseeländischen Sänger Carl O’Sullivan macht auf seinem Erstling allerdings nicht den Fehler, sich auf die allseits be­­liebte Retroschiene festzulegen, sondern fügt seinen 70er-Jahre-Wurzeln noch diverse moderne Aspekte hinzu. Wer nur besagten Song (›We Rule The World‹) kennt, wird überrascht sein, wie weit gefächert der Sound der Hauptstädter tatsächlich ist: Schon bei ›Your Blind Spot‹ wird klar, dass sich hier jemand sehr viel Mühe gegeben hat, auch 2019 etwas Relevantes abzuliefern. Mal geht es in Richtung Queens Of The Stone Age (›Elektropolis‹), mal stehen die Foo Fighters Pate (›20 From Birth‹). Selbst keltische Einflüsse wie in ›Victims Of Plenty‹ scheuen die Vier nicht. Bei einem Klasse-Sänger mit der Bandbreite von O’Sullivan ist das auch angebracht, der Mann kann einfach alles singen. Gibt es ein größeres Kompliment, als dass eine deutsche Band nicht deutsch klingt? Wenn das Ganze dann auch noch live funktionieren sollte, wird alles gut.

7/10

D’Angerous
MOONSHINE OVER JET BLACK SKIES
VERTIGO/UNIVERSAL

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