Review: Cheap Trick – AT BUDOKAN – THE COMPLETE CONCERT

Cheap Trick Budokan

Bubblegum Bazooka.

Als das Quartett aus Rockford, Illinois, nach drei mäßig erfolgreichen Alben (CHEAP TRICK und IN COLOR von 1977 und HEAVEN TONIGHT von 1978) im April desselben Jahres nach Japan reist, um ein paar Konzerte zu spielen, ahnt noch niemand, was auf sie zukommen wird – eine Art Beatlemania nämlich. Die Japaner drehen komplett am Rad und verwandeln an zwei Abenden hintereinander das Budokan in einen Hexenkessel. Für viele Leute ist AT BUDOKAN (ursprünglich von 1978) das beste Album von Cheap Trick.

Für mich war das immer DREAM POLICE, das zum damaligen Zeitpunkt zwar schon aufgenommen war, aber erst im Jahr danach erscheinen sollte – hier aber schon durch ›Need Your Love‹ vertreten wird. Daneben ist mit ›Lookout‹ noch ein weiterer Track am Start, den es nur hier geben wird. Der Rest besteht aus den Highlights der ersten drei Longplayer wie dem tollen Opener ›Hello There‹, ›Elo Kiddies‹ und dem frenetisch gefeierten ›Surrender‹ von der damals gerade erschienenen LP HEAVEN TONIGHT – einer der besten Tracks der Formation. Neben dem legendären ›Auf Wiedersehen‹, dem Live-Fave ›Goodnight‹, ›Ain’t That A Shame‹ (ein Cover von Fats Domino) bildet natürlich der größte Hit von Gitarrist Rick Nielsen, Sänger Robin Zander, Bassist Tom Petersson und Schlagzeuger Bun E. Carlos, ›I Want You To Want Me‹, das Highlight einer jeden Cheap-Trick-Show.

Nicht un­­bedingt schlecht für ein Album, das eigentlich nur in Japan erscheinen sollte und erst im Folgejahr auch im Heimatland der Truppe erschien und bis dato mit über drei Millionen verkauften Einheiten (nur in den USA) das kommerziell erfolgreichste der Band ist. AT BUDO­KAN – THE COMPLETE CONCERT erschien 2016 erstmals komplett (zum Record Store Day) auf Vinyl. Jetzt folgte eine limitierte Version auf rotem Vinyl.

9/10

Cheap Trick
AT BUDOKAN – THE COMPLETE CONCERT
MUSIC ON VINYL/H’ART

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