-

Ben Harper And Charlie Musselwhite – NO MERCY IN THIS LAND

■

ben-harper-charlie-musselwhite-no-mercy-in-this-land

Jung und Alt gesellt sich gerne, um gemeinsam Musik zu machen.

Kelly und Ozzy Osbourne, Anita und Roy Black… und nun Ben Harper und Charlie Musselwhite. Kleiner Scherz am Rande, aber trotzdem treffen bei NO MERCY IN THIS LAND zwei Welten aufeinander. Der farbige Ben Harper wuchs in einem liberalen Städtchen nahe Los Angeles auf, der Weiße Charlie Musselwhite kommt dagegen aus dem tiefen Süden, aus Memphis. Der 49-jährige Harper steht von jeher auf Old-School-Klänge, Musselwhite hingegen ist keiner, der rückwärts denkt, sondern trotz seiner sieben Lebensjahrzehnte ein aufgeschlossener Mensch. 2013 haben sie zuletzt zusammengearbeitet und kassierten dafür auch gleich einen Grammy Award. Nicht, dass sie den Blues jetzt neu erfunden hätten, es ist vielmehr Roots-Musik wie sie in den 40er-Jahren gespielt wurde, minimalistisch instrumentiert und erfrischend authentisch aufbereitet fürs 21. Jahrhundert. Das Schlagzeug rumpelt, die Mundharmonika weint und die Akustikgitarre zwirbelt sich durch Akkorde, mehr Atmosphäre geht nicht. Eine typische Veröffentlichung des Labels Anti Records, der Sound ist puristisch und ziemlich aus der Zeit gefallen. Mit dieser Scheibe wird urige Musik aus der Vergangenheit vom Speicher geholt, kräftig entstaubt und in die Jetztzeit transformiert. Angesichts der Sintflut sogenannter Singer-Songwriter eine wirklich erfrischende Storyteller-Scheibe mit Retro-Flair.

8/10

Ben Harper And Charlie Musselwhite
NO MERCY IN THIS LAND
ANTI RECORDS/INDIGO

- Advertisement -

Weiterlesen

Lebenslinien: Zakk Wylde

Er spielte jahrelang Gitarre für Ozzy und hörte sich endlose Geschichten von ihm und Lemmy an. Er war im Himmel, als er Elton John...

Endlich am Kiosk & ab sofort im Online-Shop erhältlich: Die neue Ausgabe von CLASSIC ROCK!

TITELSTORY: Pink Floyd – The Wall Tour Ein Meisterwerk auf der Bühne, aber ein Machtkampf hinter den Kulissen. Wie Gigantomanie, finanzielle Debakel und interne Spannungen...

IN MEMORIAM PHIL LYNOTT

40 Jahre nach seinem Tod sprechen Scott Gorham, Eric Bell, Mark Stanway, Laurence Archer und andere über den Bandkollegen und Freund, den sie kannten...
- Advertisment -