Review: Aretha Franklin – THE ATLANTIC SINGLES COLLECTION 1967–1970

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Review: Aretha Franklin – THE ATLANTIC SINGLES COLLECTION 1967–1970

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Aretha Franklin Atlantic Singles CollectionJede Menge Respekt: kongeniale Singles-Sammlung der Queen Of Soul.

Viel zu viel Madonna und definitiv zu wenig Aretha Franklin enthielt die Laudatio der Queen Of Pop auf die just verstorbene Queen Of Soul bei den MTV VMAs. Aus­schließlich mit Mrs. Franklin befasst sich hingegen die A-&-B-Seiten-Sammlung auf zwei CDs THE ATLANTIC SINGLES COLLECTION 1967 – 1970. Als Aretha Franklin im Januar 1967 nach Jahren relativen Misserfolgs mit Atlantic Re­­cords einen neuen Vertrag abschloss, trug sie binnen eines Jahres weltweit den Titel Queen Of Soul, ein Prädikat der Superlative, das sich allein auf Talent, Stimme und Charisma bezog.

Aller­dings muss konstatiert werden, dass der längst überfällige Durchbruch der Tochter von Reve­rend Clarence LaVaughn Franklin nicht gar so glatt verlaufen wäre ohne Jerry Wexler. In den Fame Studios von Muscle Shoals, Alabama, ba­­stelte Produzent Wexler mit der Studiomusiker-Elite den am Soul-Zeitgeist konzipierten Long­player I NEVER LOVED A MAN THE WAY I LOVE YOU, der als 45er den Titelsong sowie die US-Nummer-1 ›Respect‹ abwarf. Danach ging es Schlag auf Schlag: Allein 1967 und 1968 erschienen rund ein Dutzend zeitlose Single-Preziosen. Miss Franklin legte die Messlatte verdammt hoch, wenn sie im Zwei-Monats-Turnus Ohrwürmer mit unmissverständlichen Botschaften wie ›Think‹ und ›Chain Of Fools‹ veröffentlichte, deren Harmoniechöre Arethas Schwestern Erma und Carolyn sowie das von Cissy Houston (Whit­neys Mutti) angeführte Quartett The Soul Inspi­rations übernahmen.

Weitere Preziosen der Ära 1967/68/69 wie ›See Saw‹, ›Eleanor Rigby‹, ›Baby I Love You‹, ›(Sweet Sweet Baby) Since You’ve Been Gone‹, ›(You Make Me Feel Like) A Natural Wo­­man‹, ›(I Can’t Get No) Satisfaction‹ und ›The House That Jack Built‹ verankerten sich ebenfalls auf ewig in den Soul-Annalen. Öfter mal erwies sich eine B-Seite wie ›The Weight‹, ›Ain’t No Way‹, ›I Say A Little Prayer‹, ›Son Of A Preacher Man‹ und ›Do Right Woman – Do Right Man‹ als ebenso erfolgreich wie die A-Seite. Jede Menge Gospel in den Soul mischte sich bei den finalen Tracks ›You And Me‹, ›Let It Be‹, ›Spirit In The Dark‹, ›The Thrill Is Gone‹, ›Don’t Play That Song‹ und ›Border Song (Holy Moses)‹ im Gespann mit The Dixie Flyers.

10/10

Aretha Franklin
THE ATLANTIC SINGLES COLLECTION 1967–1970
RHINO/ATLANTIC/WARNER

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