Review: All Them Witches – ATW

All Them Witches

Jam-Trip durchs Niemandsland

Nach dem eher aufwändigen Pro­duktionsprozess ihrer Vorgänger­scheibe kehren All Them Witches nun mit ATW wieder auf den Teppich zurück, sperren sich in eine Hütte ein und nehmen ihren fünften Streich so reduziert wie möglich auf. Das Ergebnis präsentieren die Musiker aus Nashville gewohnt psychedelisch, „trippy“ könnten die Anglophilen unter uns gar dazu sagen, und wechseln dabei zwischen noisiger Schubkraft wie im Opener ›Fishbelly 86 Onions‹ oder ›1st Vs. 2nd‹ und vielen zurückgelehnten Grooves, am deutlichsten auszumachen im wunderbar entspannten und zehn Minuten andauernden Superjam ›Harvest Feast‹. Vor allem aber liegt der Fokus auf der Akzentuierung verschiedener Hypnose-Stadien, die sich meist recht zielstrebig und eindeutig durch die Songstrukturen drücken. Mal klingt es dann eben mantrisch und wallend, fast schon tantrisch, dann wieder schläfrig-betörend wie im Endstück ›Rob’s Dream‹ und macht Kopf und Lider angenehm schwer… Man nehme eine Prise Floyd, leichtere Sabbath-Ideen wie ›Laguna Sunrise‹, ein wenig Lärm, grelle Neonlichter und blutrote Farbschwaden und ist immer noch nicht ganz da, wo All Them Witches einen hinführen. Aber immerhin fast…

7 von 10

All Them Witches
ATW
NEW WEST RECORDS

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