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Alcatrazz – BORN INNOCENT

Auf gute Freunde

Alcatrazz-Gründungsmitglied, Frontmann und Ausnahmesänger Graham Bonnet hat es geschafft, einen Großteil seiner alten Bandleute erneut zu versammeln, um ihren anspruchsvollen Melodic-Hardrock wieder aufleben zu lassen. Zugegeben, es haben sich nicht alle alten Recken auf BORN INNOCENT künstlerisch verausgabt, die wahren Stars sind eigentlich die Gastbeiträge. Diese sind so zahlreich, dass man die Platte auch genauso gut als „Alcatrazz & Friends“ betiteln hätte können. So hat Riot-Bassist Don Van Stavern die Hälfte aller Bass-Spuren übernommen, auf dem Up-Tempo-Opener bzw. Titelstück, ›Born Innocent‹, war es Chris Impellitteri, der die Musik schrieb und alle Gitarren einspielte.

Sehr beeindruckend ist auch der virtuose japanische Gitarren-Maestro Nozomu Wakai auf ›Finn McCool‹. Sogar Ex-Alcatrazz-Aushängeschild Steve Vai ließ es sich nicht nehmen, mit dem Song ›Dirty Like The City‹ die stimmigste Nummer des Albums beizusteuern. Bonnets Stimme ist auf allen Stücken eine Bank und wirkt besonders auf Vais Song geradezu explosionsartig. Einziger Wermutstropfen: Der angepriesene neue Leadgitarrist der Band, Joe Stump, durfte nur bei wenigen Liedern sein Talent zur Schau stellen. Er konnte allerdings bereits vorab auf der Single ›Polar Bear‹ zeigen, dass er vielleicht schon bald auf eine ähnliche Stufe wie seine namhaften Vorgänger klettern könnte.

8 von 10 Punkten

Alcatrazz, BORN INNOCENT, SILVER LINING/WARNER

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