R.E.M. – PART LIES PART HEART PART TRUTH PART GARBAGE 1982-2011

-

R.E.M. – PART LIES PART HEART PART TRUTH PART GARBAGE 1982-2011

- Advertisment -

REMUnwiderruflich: R.E.M. adé, Scheiden tut weh.

Kaum absehbar war der urplötzliche Split von R.E.M. im September diesen Jahres, eigenartig kommentiert von Michael Stipes rätselhaftem Statement auf der Band-Homepage. Simultan kündigten R.E.M. einen umfangreichen Rückblick auf Doppel-CD an, der erstmals frühe Aufnahmen für das Label I.R.S. mit den späteren weltweiten Erfolgen auf Warner vereint. Die 40 Songs aus immerhin 18 Alben haben die Bandmitglieder selbst ausgesucht, ebenso die drei neuen wunderbaren Stücke ›A Month Of Saturdays‹, ›We All Go Back To Where We Belong‹ und ›Hallelujah‹, die erst nach Ablauf des Vertrags mit Warner vor wenigen Monaten entstanden sind.

PART LIES PART HEART PART TRUTH PART GARBAGE 1982-2011, dessen Titel auf ein Interview-Zitat von Gitarrist Peter Buck aus dem Jahre 1988 zurückgeht, ist mehr Rückblick denn Hit-Compilation, obwohl übliche Verdächtige wie ›Everybody Hurts‹, ›Man On The Moon‹ und ›Nightswimming‹ natürlich nicht fehlen. Den Beginn machen Alternative-Pop-Frühwerke wie ›Gardening At Night‹, ›Radio Free Europe‹ und ›Begin The Begin‹, doch auffallend ist, dass R.E.M. ihre Ideale auch dann nicht über Bord warfen, als mit ›Losing My Religion‹ und ›Shiny Happy People‹ Geldsegen und weltweites Lob auf sie niederprasselten. ›What’s The Frequen-cy, Kenneth?‹ von MONSTER (1994) und ›Supernatural Superserious‹ von ACCELERATE (2008) umgibt in etwa die gleiche subversive Aura, die zuvor schon ›It’s The End Of The World As We Know It (And I Feel Fine)‹ oder ›The One I Love‹ von DOCUMENT (1987) ausgezeichnet hatte.

Ein wenig melancholisch stimmt diese gelungene Sammlung natürlich schon. Warum musste ausgerechnet eine so authentische, ehrliche und intelligente Band wie R.E.M. das Zeitliche segnen?

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Das Neueste

Meine erste Liebe: Django Reinhardt von Jan Akkerman

Das war eine der 40er-Jahre-Platten, die meine Eltern zuhause hatten. Django war seiner Zeit in so Vielem so weit...

King Crimson: Geniale Tarnung

King Crimson gelten als studierte Virtuosen, doch in den 70ern, als sie ihre brillante Liveshow auf Tour perfektionierten, waren...

Video der Woche: The Pretty Things mit ›Midnight To Six Man‹

Vor genau einem Jahr starb Sänger Phil May an Komplikationen nach einer Hüftoperation. Und fast genau 19 Jahre zuvor,...

In Memoriam: Phil May (9.11.1944–15.05.2020)

Mit seinen langen Haaren galt der Sänger der Pretty Things um 1964 als potenziell gefährlicher Bürgerschreck und – natürlich...
- Werbung -

Plattensammler: Charlie Starr

Gitarrist und Sänger Charlie Starr leitet Blackberry Smoke aus Atlanta seit nunmehr zwei Jahrzehnten und hält die Fahne für...

Review: Van Morrison – LATEST RECORD PROJECT VOLUME 1

Fleißig, fleißig: 28 neue Songs vom „Originalquerdenker... Das also ist das jüngste Plattenprojekt von Van Morrison,und der Einfachheit halber heißt...

Pflichtlektüre

William Fitzsimmons: Hoffnungsvoll

Diesmal sollte alles anders werden – doch wieder steht...

Neuerscheinungen: Ab heute im Plattenladen

Joe Bonamassa wird einfach nicht müde, zügig neue Alben...
- Advertisement -

Das könnte dir auch gefallen
Für dich empfohlen