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Noel Gallagher’s High Flying Birds – CHASING YESTERDAY

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Noel Gallagher chasing yesterdayMeister aller Klassen.

Derweil die Spekulationen um eine Oasis-Reunion nicht abreißen – befeuert zuletzt durch das Ende von Liam Gallaghers Band Beady Eye – strickt Bruder Noel munter weiter an seinem Solowerk. Wurde ja auch langsam wieder Zeit, mehr als drei Jahre sind seit seinem famosen Debüt vergangen. Und auch für CHASING YESTERDAY hat er sich wieder allerhand einfallen lassen. Bestimmt wird das neue Album von jener Art Songs, die auch den Vorgänger ausgezeichnet haben: Majestätische Hymnen, in denen Noel den Romantiker rauslässt. Könnte kitschig sein? Ist es nicht. ›The Girl With X-Ray Eyes‹, ›Ballad Of The Mighty I‹ und ›Riverman‹ sind britische Songschreiber-Kunst in Perfektion, letzteres sogar mit Saxofonfinale. Ja, richtig gehört: Saxofon.

Am prominentesten kommt ebendieses in ›The Right Stuff‹ zum Einsatz, dem vielleicht ungewöhnlichsten Noel-Stück überhaupt. Jazzig, groovend, cool. Mit einem Wort: großartig. Dazu gibt’s mit ›Lock All The Doors‹ und ›You Know We Can’t Go Back‹ auch lärmende Rocknummern im Stil von Oasis. ›The Mexican‹ kommt gar mit rumpelndem ›Jumpin‘ Jack Flash‹-Riff daher. Allerdings sind dies auch die Momente, in denen man die nölende Schärfe in der Stimme von Liam ein wenig vermisst. Ansonsten hat CHASING YESTERDAY alles, was man sich nur wünschen kann: Tolle Melodien, einen vielschichtigen, druckvollen Sound, perfekt sitzende Gitarrensoli und brillantes Songwriting. So muss der gute Noel dem Gestern nicht nachjagen.

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