Nicke Borg

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Nicke Borg

NB_press_1_litenWie Fukushima alles verändert hat (zumindest in der Atompolitik der deutschen Bundesregierung), so hat der 2006er-Sieg von Lordi beim Eurovision Song Contest das Image des einstigen Schlagerwettbewerbs verändert. Seither trauen sich die Künstler, immer spektakulärere Auftritte abzuliefern, und es treten auch vermehrt Rocker an. 2011 hätte Schweden die Chance gehabt, einen gestandenen Frontmann eines der größten einheimischen Punk- bzw. Hardrock-Acts nach Düsseldorf zu schicken, warf sich doch Backyard Babies-Sänger Nicke Borg im nationalen Vorentscheid ins Getümmel. Das Rennen machte zwar Eric Saade, Borg bescherte seine Show im Fernsehen vor ein paar Millionen Schweden jedoch eine Menge Aufmerksamkeit und machte ihn ne­­ben den Backyard Babies nun auch als Solokünstler be­­kannt. Im Rückblick sagt er heute darüber: „Wenn mir vor fünf Jahren irgendjemand gesagt hätte, dass ich beim ‚Me­­lodiefestivalen‘ auftauchen würde, hätte ich ihn ausgelacht. Allerdings muss ich sagen, dass die ganze Chose schon eine der denkwürdigsten Aktionen war, die ich jemals abgeliefert habe.“ ›Leaving Home‹, die Rock-Ballade, mit der Borg in Stockholm antrat, steht durchaus exemplarisch für den Sound seiner Soloaktivitäten. So finden sich auf HOMELAND – CHAPTER II, dem Debütalbum des 38-Jährigen, fast ausschließlich Tracks, die problemlos im Radio gespielt werden können. Nicke Borg bleibt dabei keinesfalls austauschbar, sondern punktet mit eingängigen Me­­­­lo­­dien. Gerockt wird natürlich auch, hat sich der Teilzeitradiomoderator doch wie üblich von seinen Idolen inspirieren lassen. „Bei dieser Musik, die ich immer schon auf­­nehmen und performen wollte, standen Vorbilder wie z.B. Johnny Cash, Steve Earle, Guns N‘ Roses, die Rolling Stones und Social Distortion Pate“, berichtet Borg. Klar also, dass sich auch eine Coverversion auf HOMELAND geschmuggelt hat: ›Bad Luck‹, im Original von Social D. Beim Texten hat sich Borg übrigens zurückgehalten und seine Ehefrau Jojo Borg Larsson einfach machen lassen. Der Mann kennt eben seine Stärken…

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