Neuigkeiten zu: Giorgio Moroder

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Son Of My Father
Giorgio Moroder als Wegbereiter für den sogenannten „Sound Of Munich“

Giorgio Moroder ist zweifellos ein Großer. In den 70ern sieht er aus wie eine Mischung aus Tennis-Manager Ion Tiriac und Designer Luigi Colani – und gibt mit ›I Feel Love‹ den Startschuss für die Disco-Ära. Der Song ist zudem der große Durchbruch für Sängerin Donna Summer, produziert natürlich von Mentor Moroder. Aktuell hat der 73-Jährige, der übrigens ein Neffe von Bergsteiger-Legende Luis Trenker ist, ein paar Songs für das französische Elektro-Duo Daft Punk produziert. Die klingen so ursprünglich wie die synthetische Tanz-Ekstase ›Love To Love You Baby‹, einst ein weiterer Hit für Donna Summer. Doch den wichtigsten Grundstein für seine Karriere, die bis heute andauert, hat der Südtiroler mit dem Album SON OF MY FATHER gelegt. Michael Holm, damals ein enger Vertrauter von Moroder, erinnert sich noch gut an die Sessions: „Synthie-Streicher gab es damals noch nicht, deshalb setzte Giorgio einen sogenannten Phasing-Effekt ein. Er griff einfach bei dem einen von zwei synchron laufenden Aufnahmegeräten zwischendurch mit der Hand ins Band. Diese winzig verschobene Geschwindigkeit ließ die Streicher künstlich klingen.“ Die bayerische Hauptstadt ist mit Moroder eine zeitlang die Welthauptstadt der Pop-Musik, viele Größen wollen in seinem Musicland-Studio aufnehmen. Im Jahr 1974 sind T.Rex mit ZINC ALLOY AND THE HIDDEN RIDERS OF TOMORROW, Iggy Pop mit THE IDIOT und die Rolling Stones mit IT’S ONLY ROCK’N’ROLL zu Gast. Ein Jahr später nehmen hier Led Zeppelin PRESENCE auf und bedrohen im Vollrausch den zuständigen Tontechniker mit einem Messer. Auch Queen, Rainbow, Uriah Heep, Deep Purple und Elton John nehmen im Keller unter dem Arabella Hotel einige ihrer Werke auf. Als Moroder im 1978 nach Amerika geht, kommt auch seine Karriere als Film-Komponist in Schwung: Es folgen Oscars für „Top Gun“, „Flashdance“ und „Midnight Express“. Repertoire Records hat nun den Klassiker SON OF MY FATHER mit zahlreichen Bonus-Tracks wieder veröffentlicht: ein Schatz voller Glam Rock, Fusion, prähistorischer Elektronik und 70er-Jahre-Pop.

 

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