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    Review: Neil Young + Promise Of The Real – THE MONSANTO YEARS

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    Review: Neil Young + Promise Of The Real – THE MONSANTO YEARS

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    album coverEin kämpferisches Protestalbum vom großen Kanadier.

    Mit kleinen Fischen gibt sich Neil Young längst nicht mehr ab, er legt sich mit den ganz Großen an. Nun hat er sich den Saatgutgiganten Monsanto und Starbucks als seine Gegner auserkoren. Die beiden Unternehmen wollten in den USA eine demokratische Entscheidung aushebeln, derzufolge gentechnisch veränderte Lebensmittel gekennzeichnet werden müssen. Doch nicht mit Neil. „Yeah I want a cup of coffee but I don’t want a GMO/I like to start my day off without helping Monsanto“, wettert der Kanadier in ›A Rock Star Bucks A Coffee Shop‹, der neuen Single. „Monsanto, let our farmers grow what they wanna grow“, heißt es im Refrain. Im Titelsong erinnert Young an die guten alten Zeiten: „Dreams of the past come flooding back to the farmer’s mind, his mother and father/Family seeds they used to save were gifts from God, not Monsanto“. Gierige Konzerne, die ihre Arbeiter ausbeuten und die Umwelt verpesten, bekommen ebenso ihr Fett weg wie korrupte Politiker, die sie dabei auch noch unterstützen. In ›Wolf Moon‹, dem einzigen akustischen Stück, das mit seiner Mundharmonika an Werke wie HARVEST denken lässt, preist der Sänger die Schönheit der Natur und warnt vor ihrer Zerstörung. Subtil ist das alles freilich nicht, teils geraten die Lyrics etwas holprig ob der Botschaft, die Young darin verpacken will. THE MONSANTO YEARS ist eben vor allem ein großer Protest. Als Kampfgefährten hat sich die Songwriter-Legende übrigens Willie Nelsons Söhne Micah und Lukas Nelson und deren Band Promise Of The Real ins Boot geholt. Der Sound der Truppe orientiert sich merklich an Crazy Horse, erreicht jedoch nicht ganz deren urwüchsig stampfende Power und schiere Wucht – was ja keine Schande ist. Der Meister selbst spielt dazu seine charakteristisch scheppernden Gitarrensoli. In dieser Hinsicht also ein klassisches Neil Young-Album – wenn es auch nicht an die ganz großen Platten des Kanadiers heranreicht.

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