Motorpsycho – HERE BE MONSTERS

-

Motorpsycho – HERE BE MONSTERS

MotorpsychoDas fette Ende.

Wir lieben Motorpsycho. Absolut. Doch eine Band, die schon seit Jahrzehnten so fleißig Musik in allen möglichen Stilrichtungen produziert, landet eben zwangsläufig auch mal in einer Sackgasse. Vielleicht lag es daran, dass dieses Projekt zunächst als Auftragsarbeit für die Hundertjahrfeier des Technischen Museums von Norwegen begann, bevor es über die Aufführung hinaus zu einem Album ausgebaut wurde? Jedenfalls erleben wir die Nordmänner zwar enthusiastisch und verschroben wie immer, und wer sich gerne mal auf minutenlange Abspace-Orgien einlässt, die nicht unbedingt in stringente Songstrukturen gezwängt werden wollen, ist bekanntlich an der richtigen Adresse hier. Nur dass sie es diesmal vielleicht ein bisschen übertreiben mit den epischen Klanglandschaften, die streckenweise eher zur verwaschenen Tapete verschwimmen, statt den Hörer wirklich zu packen. Bis zum letzten Song: Ja, ›Big Black Dog‹ wäre mit knapp 18 Minuten eigentlich das Paradebeispiel für ein Stück, das sich selbst zu gut gefällt, um aufzuhören (ja, Frickel-Extremisten, wir blicken in eure Richtung), doch ausgerechnet hier gelingt Motorpsycho das Kunststück, die Ideen, die Schattierungen, die Melodiegewalt und die ergreifende, psychedelische Schönheit ganzer Prog-Doppelalben in einer so entrückenden wie fesselnden guten Viertelstunde zu bündeln. Irgendwie schaffen sie es einfach doch immer wieder – fantastisch!

Motorpsycho
HERE BE MONSTERS
STICKMAN/SOULFOOD
7/10

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Das Neueste

Foo Fighters: Zweites Taylor-Hawkins-Tribute-Konzert

Heute Abend findet das zweite Konzert zu Ehren von Taylor Hawkins in Los Angeles statt. Die erste Show der...

In Memoriam: Alan Lancaster (07.02.1949–26.09.2021)

Alan Lancaster war Mitbegründer und langjähriger Bassist von Status Quo, bevor er die Band 1985 nach einem letzten gemeinsamen...

The Rolling Stones: Videos zu ›Have You Seen Your Mother‹

1966 machten die Rolling Stones zwei Promo-Videos, um ihre Single ›Have You Seen Your Mother, Baby, Standing in the...

Whiskey Myers: Aufgewacht

Klangen die bisherigen fünf Studioplatten von Whiskey Myers aus dem kleinen texanischen Ort Palestine eher wenig erfrischend und auch...

Video der Woche: Led Zeppelin mit ›What Is And What Should Never Be‹

Am 25. September 1980 erfuhr die Rockwelt einen großen Schock. Nur wenige Monate, nachdem Bon Scott von AC/DC verstorben...

Thundermother: Nach dem Tief kommt das Hoch

Die Pandemie war für Thundermother keine leichte Zeit. Während viele Künstler*innen sich eine Auszeit gönnten, haben die vier Musikerinnen...

Pflichtlektüre

Gewinnspiel: Das neue Album von Blues-Legende Robben Ford sichern!

Er hat in seiner langen Karriere mit Miles Davis...
- Advertisement -

Das könnte dir auch gefallen
Für dich empfohlen