Meine erste Liebe: T. REX – ELECTRIC WARRIOR von Wayne Hussey

Wayne Hussey Pressebild
by James Bacon
Der Frontmann der Goth-Rocker The Mission über den Reiz von Marc Bolans Glam-Truppe.

T. REX ELECTRIC WARRIOR von Wayne Hussey

Wie jeder, der in den 60ern jung war, liebte ich die Beatles. Doch meine wahre erste musikalische Liebe waren T. Rex. Diese Band veränderte mein Leben. 1971, ich war 12 oder 13, entwickelte ich ein erstes zaghaftes Interesse an Pop, und ich kann mich erinnern, wie ich ›Get It On‹ im Radio hörte. Doch der Moment, der alles veränderte, kam Anfang 1972, als ich „Top Of The Pops“ im Fernsehen sah. Da war gerade ›Telegram Sam‹ erschienen. Ich dachte: „Yeah, das ist es, das will ich auch machen“. Es war wohl die Mischung aus der Musik, dem Glamour und den kreischenden Mädchen.

Ich überlegte mir: „Die Mädchen mögen Popstars mehr als Fußballer. Wenn ich Popstar werde, mögen sie mich vielleicht auch“. Und in dem Bereich lief es ganz gut für mich. Ich sah die Band nicht auf ihrem Zenit, sondern 1977 in der Colston Hall in Bristol. Die beiden Galerien waren abges perrt und der Zuschauerraum vor der Bühne war nur halb voll. Da waren nur vier oder fünf Mädchen in der ersten Reihe, die kreischten. Das war eigentlich ziemlich traurig und mitleiderregend. Doch Bolan kam auf die Bühne und sein Charisma war unendlich. ELECTRIC WARRIOR klingt immer noch fantastisch. Der Groove ist einfach zeitlos. Und das Ganze ist auch funky und erdig. Das war ein großer Einfluss für die Punks und dann die Bands, die das ganze Goth-Ding ins Rollen brachten. Ende der 80er gingen The Mission als Metal-Gurus auf Tour, wo wir Glamrock-Songs in vollem Ornat spielten. Das machte einen Riesenspaß. Ich glaube, Marc Bolan hätte es lustig gefunden.

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