Meilensteine: The Gun gründen sich

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Meilensteine: The Gun gründen sich

Mai 1967: Das Brüderpaar Paul & Adrian Gurvitz fusioniert in der Proto-Metal-Gang The Gun

Sam(uel) Gurvitz aus London, langjähriger Road-Manager von u. a. Cliff Richard & The Shadows und The Kinks, verfügte über jede Menge Showbusiness-Kontakte. Seine beiden künstlerisch reichlich talentierten Sprößlinge Paul und Adrian Gurvitz, über Jahre hinweg unter dem Namen Curtis bekannt, sollten davon
profitieren. Adrian Gurvitz, Jahrgang 1949, startete mit dem Gitarrenspiel schon als Achtjähriger. Sieben Jahre später spielte der virtuose Flinkefinger Adrian in den Tourbands von u. a. Screaming Lord Sutch, Billie Davis und Crispian St. Peters, unterhielt mit Rupert’s People auch eine eigene Combo mit der australischen Hitsingle ›Reflections Of Charles Brown‹ von 1967.

Der ältere Paul Gurvitz, geboren 1944, unterhielt wiederum eine eigene R’n’B-Truppe mit starken Bindungen zur Hamburger Club-Szene, die zuerst als The Londoners firmierte (Single auf dem deutschem Label Star-Club: ›That’s My Desire/Bring It On Home To Me‹) und sich dann in The Knack umbenannte (nach Richard Lesters Kinosatire „The Knack … And How To Get It“ von 1965) und diverse Singles auf den Labels Decca und Piccadily veröffentlichte. Als sich der Zeitgeist um 1966/67 dank Cream und der Jimi Hendrix Experience in Richtung Psychedelic und Progressive Underground drehte, beschlossen die Gurvitz-Brüder eine Fusion. Noch einige Zeit parallel zu The Knack und Rupert’s People starteten sie mit The-Knack-Drummer Louie Farrell als Trio im Mai 1967 The Gun. Regelmäßige Auftritte in Londoner Club-In-Spots wie UFO, Marquee und Speakeasy unterfütterten die Reputation von Gun positiv.

Was alsbald zu einem Plattenvertrag mit dem Major CBS/Columbia, der Debüt-LP GUN (mit Roger Deans erstem Cover-Design!) und der UK-Top-10-Single ›Race With The Devil‹ (beide 1968) führte. Album Nummer zwei, GUNSIGHT, ebenfalls im visionärem Proto-Metal-Underground-Modus samt temporeicher Solis von Adrian, legte 1969 zwar qualitativ, aber leider nicht in Sachen Absatz gleichwertig nach. Weitere signifikante Bandstationen folgten mit Three Man Army und Baker Gurvitz Army.

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