Meilensteine: Mott The Hoople spalten sich

-

Meilensteine: Mott The Hoople spalten sich

Ende November 1974: Ian Hunter und Mick Ronson verlassen Mott The Hoople.

Kaum medial verbreitet, traf die Hiobsbotschaft schwer: Im November 1974 spalteten sich Mott The Hoople in zwei Lager auf – mit Ian Hunter und Mick Ronson auf der einen, und Pianist Morgan Fisher, Bassist Pete Overend Watts und Drummer Dale „Buffin“ Griffin auf der anderen Seite. Dass der Wurm zumindest seit jener Phase an in der Band aus Hereford steckte, als Ian Hunter seinen Posten als Vokalist, Pianist, Gitarrist und Komponist bezog, wussten seinerzeit nur wenige Eingeweihte.

Auf Anfang: Einen Drei-Stufen-Plan galt es abzuhaken, als sich 1966 Vokalist Stan Tippins, Gitarrist Mick Ralphs und Bassist Pete Overend Watts zur Doc Thomas Group formierten: 1. Eine eigene PA. 2. Genügend Gigs zum überleben. 3. Ein Plattenvertrag. 1968 gesellten sich Griffin und Organist Verden Allen zur Doc Thomas Group, deren Name zeitweise erst Shakedown Sound, dann Silence lautete und vergeblich Punkt 3 zu erfüllen versuchte. Guy Stevens, wegen seiner Eskapaden berüchtigt-gefürchteter Inhouse-Producer von Island Records, nahm die Band unter einer Bedingung unter Vertrag: Tippins musste dem wesentlich talentierteren Ian Hunter, ehemals bei At Last The 1958 Rock & Roll Show, weichen. Vier 1A-Alben, von Hunters Songs und Stimme dominiert, entstanden bis 1971 unter der Ägide von Stevens, die Fanbase wuchs jedoch nur mässig. Am Tiefpunkt, dramatisch illustriert in Hunters Ode ›Ballad Of Mott (March 26th ’72, Zurich)‹, trennte sich die Band gar zeitweilig.

David Bowie, als Ziggy Stardust just im Karrieraufstieg befindlich, brachte die Wende: Bowie riet zum Weitermachen, bot zuerst ›Suffragette City‹, dann ›All The Young Dudes‹ an – Bingo, der Jackpot war geknackt.

In raschen Abständen folgten mit den LPs ALL THE YOUNG DUDES (9/1972), MOTT (1973) und THE HOOPLE (1974) sowie den 45s ›Honaloochie Boogie‹, ›All The Way From Memphis‹, ›Roll Away The Stone‹ und ›The Golden Age Of Rock’n’Roll‹ Chartstürmer. Auf der Strecke blieben beim exzellenten Glam-Rock-Kurs zuerst Verden Allen, dann Mick Ralphs, Ralphs Ersatz Ariel Bender alias Luther Grosvenor und schließlich auch Hunter und Ronson.

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Das Neueste

Ghost: Neue Version von ›Spillways‹ mit Joe Elliott

Mit einem witzigen Video mit dem Titel "Meanwhile in Dublin" haben Ghost eine neue Version ihrer Single ›Spillways‹ vom...

Tom Petty: Bisher unveröffentlichte Aufnahmen von 1997

Auf Tom Pettys Youtube-Kanal wurde gestern ein neuer Kurzfilm mit dem Titel "The Fillmore Houseband (1997)" veröffentlicht. 1997 spielten...

Black Star Riders im Interview: „Eine Band ist kein Gefängnis“

2023 feiern die Black Star Riders mit dem neuen WRONG SIDE OF PARADISE ihr 10-jähriges Bestehen und müssen gleichzeitig...

Mötley Crüe: Erste Bandproben mit John 5

Auf der kommenden Welttournee von Mötley Crüe wird Gitarrist Mick Mars aufgrund der zunehmenden Beschwerden, die seine Krankheit verursacht,...

Plattensammler: Robin Zander (Cheap Trick)

Robin Zander (auf Bild rechts) von Cheap Trick verriet CLASSIC ROCK seine fünf Lieblingsalben. Für Robin Zander (65) scheint...

Video der Woche: Guns N’ Roses ›It’s So Easy‹

Wir widmen unser Video der Woche dieses Mal Steven Adler. Der erste Schlagzeuger von Guns N' Roses feier heute...

Pflichtlektüre

Video mit japanischer Girlband

Kiss präsentieren gemeinsam mit der japanischen Teenie-Gruppe Momoiro Clover...

Meine erste Liebe: T. REX – ELECTRIC WARRIOR von Wayne Hussey

Der Frontmann der Goth-Rocker The Mission über den Reiz...

Das könnte dir auch gefallen
Für dich empfohlen