Meilensteine: Mit seinem Diddley-Beat verändert Bo Diddley den Rock’n’Roll

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Meilensteine: Mit seinem Diddley-Beat verändert Bo Diddley den Rock’n’Roll

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bo diddley08. Februar 1957: Bo Diddley nimmt die Klassiker ›Hey Bo Diddley!‹ und ›Mona (I Need You Baby)‹ auf.

Mit archaischen Afro-Rhythmen veränder­te der am 30. Dezember 1928 im Mississippi-Delta geborene, in Chicago aufgewachsene Voodoomagier Bo Diddley nachhaltig die Rock‘n‘Roll-DNA. Bo Diddleys alias Ellas McDaniels alias Ellas Otha Bates‘ künstlerische Sozialisation erfolgte in den 30er und 40er Jahren im Orchester von Chicagos Ebenezer Baptist Church, wo er Posaune und Violine spielte.

Ein späterer Griff zur E-Gitarre brachte den Durchbruch: Mit der selbskomponierten Debütsingle ›Bo Diddley‹ im manischen Stakkato-Beat samt nicht minder kraftvoller B-Seite ›I‘m A Man‹ erreichte er 1955 auf Anhieb die Pole Position der US-R‘n‘B-Charts. Und stilisierte sich fortan mit Nerd-Brille, Crew-Cut-Frisur, Karosakko und Rechteck-Gitarre zum echten Markenartikel.

Ohne Reaktion in den Hitlisten blieb im April 1957 die am 8. Februar un­­ter der Ägide von Phil und Leonard Chess in deren Chicagoer Studio eingespielte achte 45er des extravaganten Künstlers. Aufgenomen in der Besetzung Diddley (Gesang, Gitarre), Jerome Green (Maracas) sowie entweder Frank Kirkland oder Clifton James am Schlagzeug, lag ›Hey Bo Diddley!‹ wie Blei in den Regalen. Woran auch die B-Seite ›Mona (I Need You Ba­­by)‹, eine Ode an eine 45 Jahre alte Tänzerin aus Detroits „Flame Show Bar“ nichts änderte. Doch die Saat war gelegt.

Für Verbreitung des Diddley-Beats sorgte der am 3. Februar 1959 bei einem Flugzeugabsturz mit den Kollegen Ritchie Valens und The Big Bopper ums Leben gekommene Buddy Holly: Nicht nur, dass er schon früh eine – wenn auch erst 1963 erschienene – Version von ›Bo Diddley‹ aufnahm. Er versah sein mit Norman Petty co-komponiertes Stück ›Not Fade Away‹ 1957 mit dem typischen Diddley-Beat.

Während der British-Beat-Invasion nahmen vor allem Londoner Acts wie The Who, The Kinks, The Yardbirds, The Pretty Things und The Rolling Stones das hypnotische Diddley-Stakkato dankbar auf.

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