Love – DA CAPO

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Love – DA CAPO

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love-dacaLoves Zweite – Bahnbrechendes in 19 Minuten und sechs kleine Meisterwerke.

Gesetze sind dazu da, dass man sie bricht. Zumal, wenn es sich um die bis dahin geltenden Gepflogenheiten des internationalen Tonträgermarktes handelt. Im Jahr 1966 jedenfalls tauchten plötzlich Alben mit regelrechten Songmonumenten auf, die der gewohnten Drei-Minuten-Komposition den Mittelfinger zeigten: Bob Dylan kredenzte ›Sad-Eyed Lady Of The Lowlands‹, die Rolling Stones steuerten ›Goin’ Home‹ bei, die Mothers Of Invention flunkerten über ›The Return Of The Son Of Magnet Monster‹ und The Seeds beschworen episch ›Up In Her Room‹. Auch Love, seit selbstbetiteltem Debüt vom Frühjahr gleichen Jahres eine fixe Größe in der auf Experimente geeichten Bandszene von Los Angeles und noch ein Album vom Meilenstein FOREVER CHANGES entfernt, wollten da nicht nachstehen. Und konterten mit einem auf 19 Minuten gestreckten, zwischen R & B, Jazz und Klassik oszillierenden Jam namens ›Revelation‹. Der Gigant nahm die gesamte B-Seite von DA CAPO ein, eröffnete mit Partita No. 1 BWV 825 von Johann Sebastian Bach, betitelte sich ursprünglich ›John Lee Hooker‹ und wies auch gewisse Ähnlichkeiten zum ›Goin’ Home‹ der Steine auf. Doch wie sehr sich die von Vokalist, Multiinstrumentalist und Komponist Arthur Lee geführte Formation auf kreativem Höhenflug befand, illustrierten vor allem die sechs Songs auf der A-Seite: ›Stephanie Knows Who‹ empfahl sich mit Cembalo als purer Barock’n’Roll. Klassische Querflötenklänge, Latin-Jazz-Rhythmik und Folk-Gitarren umfloren die lieblichen Vignetten ›Orange Skies‹ und ›¡Que Vida!‹. Als temporeicher Proto-Garagen-Punk blieb ›7 And 7 Is‹ die einzige erfolgreich in den Billboard- Charts notierende Single-Auskopplung von Love überhaupt. Akustik-Folk mit keltischen Wurzeln und einmal mehr Barock-Inspiration manifestierte sich in ›The Castle‹. ›She Comes In Colors‹ schließlich, abermals mit Cembalo und Flöten untermalt, diente den Rolling Stones zur Retourkutsche: ›She’s A Rainbow‹ von THEIR SATANIC MAJESTIES REQUEST entstand wohl nach allzu intensivem Hörgenuss dieses Songs.

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