Lebenslinien: Ronnie Wood

Pete TownshendPete Townshend von The Who live

Pete wohnt heute immer noch in meiner Nachbarschaft. Ich kenne ihn schon ewig, seit den Anfangstagen von The Who, als sie gerade mit ›I Can’t Explain‹ in die Charts einstiegen. Ich spielte damals bei den Birds, wir probten in Ealing. Sie kamen vorbei und freuten sich riesig: „Wir sind auf Platz eins!“, jubelte Pete. Wir fauchten nur zurück: „Verzieht euch einfach wieder, haut ab nach Acton!“ Mann, waren wir eifersüchtig… Townshend hatte es damals schon richtig drauf. The High Numbers waren großartig, und die ersten Shows von The Who im Marquee ebenfalls. Heute sind sie auch noch gut, aber ich vermisse die Magie des Original-Line-ups.

MICK JAGGER

Er hat mich in den vergangenen Monaten wirklich nach allen Kräften unterstützt. Das hat mich ziemlich überrascht, denn ich rechnete fest damit, dass er genug von meinen Eskapaden hatte und sich nach einem anderen Gitarristen umsehen würde. Doch das Gegenteil trat ein – er stärkte mir den Rücken. „Ronnie, ich weiß, dass du das durchziehen kannst! Das ist super! Denn ich brauche zumindest 1,5 Gitarristen in der Band, auf die ich zählen kann.“ Jetzt hat er nicht 1,5, sondern zwei. Und zwar zwei, die mit Feuereifer bei der Sache sind. Darüber ist er wirklich glücklich. Nun ist es an mir, ihm zu beweisen, dass ich durchhalte und keinen Rückfall erleide. Denn er braucht mich – ohne die Hilfe von mir und Charlie kann er keine Show durchziehen. Doch die wird er bekommen. Von mir aus kann’s sofort losgehen.

ERIC CLAPTONEric Clapton Titelstory

Clapton ist immer ziemlich misstrauisch, wenn es um meine Person geht. Er findet es gut, dass ich jetzt clean bin, traut dem Frieden aber nicht. Nun ja… Früher bin ich jede Woche ins „Crawdaddy“ nach Richmond gefahren, um Eric mit den Yardbirds zu sehen. Als Keith Relf eines Abends krank war, durfte ich das erste Mal zu ihnen auf die Bühne kommen. Sie fragten nämlich: „Spielt irgendwer im Publikum Mundharmonika?“ Meine Freunde schoben mich nach vorne. Ich spielte ›I’m A Man‹ und noch einige Songs mehr, es ging total ab. Daher sagten sie am Ende: „Hey, der Indianer soll wiederkommen“ – mein Haar sah damals schon genauso aus wie heute. Jedenfalls war das mein erster Schritt in Richtung Rockstar-Karriere – ich hatte die Ehre, mit den Yardbirds aufzutreten. Natürlich war ich damals der Neuling, das Küken. Doch daran hat sich im Grunde bis heute nur wenig geändert – ich bin immer noch der Jüngste, auch als 63-Jähriger. Die anderen sind nämlich schon mindestens 66.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here