Krähengrüße: Die besten Songs von Stone The Crows

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Krähengrüße: Die besten Songs von Stone The Crows

I Saw America
Dieses 17-minütige Stück beschreibt die Ambitionen der Band, demonstriert Jimmy Dewars Begabung als Co- Leadsänger und besteht aus mehreren Songs in einem. Es ist wie ein Reisebericht wahrer Erlebnisse, gespiegelt in einem Gewitter aus musikalischer Lebhaftigkeit. Wenn das „nur“ Roots-Rock sein sollte, beweist es, wie breitgefächert dieses Genre tatsächlich ist.

Things Are Getting Better
Eine kraftvolle Mischung aus amerikanischem Soul, nachdem er duch den Mixer der British Invasion gejagt wurde, und ähnlich groß wie Joe Cockers Cover von ›With A Little Help From My Friends‹. Die Eröffnungssalve, angeführt von McGinnis‘ Keyboard, lässt einen wirklich wünschen, man wäre dabei gewesen.

I May Be Right I May Be Wrong
Dieser Kneipenblues im Stil der Faces hätte die Titelmelodie zu jeder US-Sitcom der 70er über Selbstfindung
sein können und hat diesen fröhlichen „Scheiß drauf und lebe!“-Vibe, der einen schnell vergessen lässt, dass es
hier keinen richtigen Refrain gibt.

Ode To John Law
Mit etwas mehr als einem 4/4-Takt, aber sorgsam kontrollierter rhythmischer Darbietung, ist dieser Vorstoß
auf dissonantes Prog-Terrain eine wilde Abfahrt, bei der Bells Gesang oft einfach wie ein weiteres Instrument in
den Mix geworfen wird. Ein bemerkenswertes Beispiel für geschickt geleitete Energie.

On The Highway
Diese Nummer entstand aus denselben staubigen Pisten, auf denen sich Tina Turner ihre Sporen verdiente, und stolziert energisch mit wahrscheinlich einer der besten Gitarrendarbietungen von Harvey überhaupt an die
Spitze – und dabei spielt er noch nicht mal ein Solo.

Sunset Cowboy
Wenn es im Roots-Rock hauptsächlich um das Leben und den Verlust geht, könnte kaum etwas bewegender sein als das Wissen, dass der Schmerz in diesem hallenden, wehmütigen Song für ihren verlorenen Anführer
Les Harvey so real wie sonst kaum etwas war. Die Performance dieser Familie schlechthin und ein treffendes
Ende – gerade, als es eigentlich für sie losging.

(Text: Martin Kielty)

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