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    King Dude: Hamburg, The Rock Café – St. Pauli (22.09.15)

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    King Dude: Hamburg, The Rock Café – St. Pauli (22.09.15)

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    King DudePechschwarzes Akustik-Entertainment

    Im kultigen The Rock Café am letzten Eck einer Querstraße der Reeperbahn zelebriert King Dude die Veröffentlichung seines neuesten Werks SONGS OF FLESH AND BLOOD – IN THE KEY OF LIGHT mit einer Akustik-Show und zwei voll eingestöpselten Supportbands. Das lauteste Echo sollte allerdings dennoch dem düsteren Einzelgänger an der Gitarre zuteil werden.

    Den verregneten Abend läuten Joy aus San Diego ein. Während das Trio konstant den Lautstärkepegel am Maximum hält, verlieren sich die einzelnen Bandmitglieder in harten Psychedelic-Schlachten, die nur schwer zu durchdringen sind. Wo ein Song aufhört und ein anderer anfängt, ist nur zu erahnen, wobei sich der Gesang als verworrener Hall den wilden instrumentalen Jams klar unterordnet.
    Deutlich tanzbarer und massentauglicher gehen dagegen Death Alley zu Werke. Die Amsterdamer Formation um den Ex-The Devil’s Blood-Gitarrsten Oeds Beydals offenbaren eine unbekümmerte Mixtur aus rotzigem Rock’n’Roll, Punk und Hard Rock der Spätsiebziger. Zu Songs wie ›Black Magick Boogieland‹ oder ›Over Under‹ lässt nicht nur der Sänger ununterbrochen das Tanzbein schwingen. Aber auch die Handschrift des vergangenen Arbeitgebers ist nicht von der Hand zu weisen. Wenn Beydals zum ausufernden Solo ausholt, werden nicht selten Erinnerungen an den verstorbenen Chefteufel und Saitenhexer Selim Lemouchi wach.

    Ob man das musikalische Schaffen von King Dude nun Neo Folk, Dark Folk oder Americana nennen möchte, ist völlig nebensächlich. Schon beim Einstimmen seines Instruments ist klar: Hier steht einer der eindringlichsten Entertainer auf der Bühne, den die Singer/Songwriter-Szene dieser Tage zu bieten hat. Einer, der selbst in der Dunkelheit noch Schatten wirft. King Dude, das ist ein Mann im schwarzen Anzug, mit schwarzer Gitarre, einer großen Flasche Whiskey, einer Zigarettenschachtel und einem unglaublich durchdringenden Blick. Mehr benötigt er nicht, um die Leute in seinen Bann zu ziehen.

    So verlief der Auftritt von King Dude in Hamburg …

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