Drummer-Götter: Die 20 besten Schlagzeuger

STEWART COPELAND
Stewart Copeland

Einer der kreativsten und dynamischsten Schlagzeuger der Gegenwart. Stewart Copeland ist musikalisch erblich vorbelastet, sein Vater Miles war Trompeter bei Glenn Miller (und später CIA-Agent im Nahen Osten). Stewart begann mit 13 Schlagzeug zu spielen, inspiriert durch die Polyrhythmen orientalischer Musik. Seine erste namhafte Band war Curved Air, mit deren Sängerin Sonja Kristina er verheiratet war. 1977 traf er Sting und Andy Summers, zusammen gründeten sie The Police. Sein synkopierte Mix aus Reggae, Ska, Rock, Jazz und Weltmusik schob die Band voran und bildete einen Kontrast zu der kunstvoll reduzierten Gitarre von Summers und dem melancholisch-trotzigen Gesang von Sting. Seither taucht sein Name immer wieder bei diversen musikalischen Projekten und Tourbands auf, hauptsächlich widmet er sich jedoch der Filmmusik. Inzwischen hat er Soundtracks für sechzig Filme und TV-Serien komponiert. Und betreibt einen eigenen Channel bei YouTube: stewartcopelandnet

Größter Moment: ›Roxanne‹ (OUTLANDOS D’ÁMOUR, 1978):

DAVE GROHL
dave grohl

Er ist einer der wenigen Musiker aus der US-Hardcore-Szene der 80er, der es zu Weltruhm gebracht hat. Heute ist Dave Grohl dank seines Allround-Talents ein Superstar des Alternative Rock. Seine größten Einflüsse sind Dale Crover (The Melvins) und John Bonham, dessen drei Ringe (Bonhams Symbol auf LED ZEPPELIN IV) er sich aufs Handgelenk tätowieren ließ. Seine erste lokal bekannt Band war Scream, mit denen er ausgiebig tourte. Sein Stil ist schnell, hart, laut und stets im Dienst des Songs. Die nächste Band war Nirvana, die wohl wichtigste Gruppe des Grunge. Nach dem Selbstmord von Kurt Cobain zeigte sich, dass Grohl auch ein ausgezeichneter Komponist, Texter und Gitarrist ist, das Debüt FOO FIGHTERS (1995) nahm er im Alleingang auf. Bei den Foo Fighters trommelt er eher selten, umso mehr dagegen in seinen zahllosen Nebenprojekten. Dazu ist Grohl begeistert vom Medium Film, u.a. porträtierte er das legendäre „Studio Sound City“.

Größter Moment: Das Intro von ›A Song For The Dead‹ auf dem Queens Of The Stone Age-Album SONGS FOR THE DEAF (2002):

JON HISEMAN
JonHisemann2010

Gleich in mehrfacher Hinsicht ist der Brite bahnbrechend, Hiseman zählte zu den ersten Rock-Trommlern mit zwei Bass Drums, dazu spielte er schon in den frühen 70ern Jazzrock. Seine Soli waren atemberaubend schnell, am Ende verschmolzen seine Beats zu einem einzigen durchgängigen Ton. Der geschulte Jazzschlagzeuger ersetzte Ginger Baker bei der Graham Bond Organisation, später gründete er Colosseum, eine der ersten Fusion Bands, in der Gary Moore zeitweilig Gitarre spielte. Technisch einer der besten Trommler Europas, beherrscht er sämtliche Rudiments, sein Spiel ist enorm flüssig und zeitweilig explosiv. Hiseman ging anschließend in Richtung Soul/Funk, gründete Tempest und Coloseum II. Er ist verheiratet mit der Saxophonistin Barbara Thompson, mit der er im United Jazz + Rock Ensemble musizierte. Er besitzt ein Aufnahmestudio, in dem er Film- und TV-Soundtracks produziert. 2010 erschien eine Biografie über ihn mit dem Titel „Playing The Band“.

Größte Rock-Momente: ›The Kettle‹ (VALENTYNE SUITE, 1969):

JOEY KRAMER

Der Handschuh an der linken Hand ist sein Markenzeichen, er dient der Verhinderung störender Blasen. Im Team mit Tom Hamilton am Bass liefert Joey Kramer seit über dreißig Jahren den unverwechselbaren Bluesrock-Schaukel-Groove von Aerosmith. Dem Paar gelingt dabei das Kunststück, seine Rhythmen extrem locker klingen zu lassen und die Gitarren/Gesänge dennoch verlässlich zu tragen. Erste Sporen verdiente er sich in einer 11-Mann-R’n’B-Band. Sein Freund Steven Tyler (ursprünglich ebenfalls Schlagzeuger und heute Aerosmith-Sänger) brachte ihn in die Band. Von Kramer stammt der Name Aerosmith. Für seine Soli bearbeitet er Trommeln und Becken auch mit Händen, Ellenbogen, Füßen und sogar der Stirn. Gleich zweimal tauchte Joey Kramer bei den Simpsons auf, nach Aerosmiths Besuch in Springfield in der dritten Staffel offenbart sich in der 22. Staffel, dass er eine Liaison mit Barts Lehrerin Mrs. Krabappel hatte.

Größter Moment: ›Kings And Queens‹ (DRAW THE LINE, 1977):

DAVE LOMBARDO
dave lombardo

Als einer der aggressivsten Schlagzeuger des Thrash Metal entwickelte der geborene Kubaner insbesondere das super-schnelle Double-Bass-Drum-Spiel weiter. Im Alter von 10 hatte er sein erstes Kit erhalten, auf dem er zu Kiss’ ALIVE! trommelte, was das Zeug hielt. 1979 gründete er seine erste Band in Kalifornien, allerdings ohne durchschlagenden Erfolg. Darauf arbeitete er als Pizzabote, wobei er Kerry King kennen lernte. Letzterer suchte einen Trommler für seine Band Slayer. Zusammen spielten sie 1983 das Debüt SHOW NO MERCY ein. Daves Drumming ist u.a. auf den Klassikern REIGN IN BLOOD (1986) und SOUTH OF HEAVEN (1988) zu hören. Lombardo hat Slayer momentan (mal wieder) verlassen. 1994 nahm er mit Philip Boa VOODOOCULT auf und lernte den Gitarristen Waldemar Sorychta kennen, mit dem er Grip Inc. startete. Des weiteren spielte er mit Apocalyptica, Fantômas und John Zorn.

Größer Moment: REIGN IN BLOOD, 1986 (komplettes Album):

35 KOMMENTARE

  1. Danke für die gelungene Zusammenstellung ! Nur Chris Slade wird ungern lesen, dass Phil Rudd immer noch bei ACDC trommelt… .

  2. Classic Rock? Queen? Roger Taylor? Ich weiß, sie hatten trotz immensen Erfolges immer die ernsthafte Kritiker-Arschkarte zwischen Zep und Beatles, hauptsächlich weil sie Mercury nicht abkonnten. Taylor war / ist jedoch zweifelsohne ein multitalentiertes Tier und als Drummer ein Virtuose.

  3. What about Carl Palmer? Sein legendäres Solo der Welcome Back My Friends Show von 1974 (Karn Evil No.9) sagt alleine schon sehr viel aus. Oder Bernd „Nossi“ Noske von Birth Control, denke da z.B. an „The Terminator strikes back“. Auch Deutsche können (konnten) Schlagzeug

  4. Der beste Schlagzeuger auf dem Planeten ist zur Zeit, denn das kann sich immer ändern, eure alten Helden in Ehren, Dylan Elise. Keiner der aufgeführten konnte | kann ihm das Wasser reichen. So sieht’s aus….

  5. Wie hieß noch gleich der Trommler von den „Eagles“? Ach ja Don Henley heißt der, u. er konnte sogar noch ein bißchen singen. 20 waren wohl zu wenig.

  6. Ihr habt Gavin Harrison vergessen ….das kann nicht sein, oder ?
    Schon mal was von Porcupine Tree gehört?
    Ich empfehle das Livealbum Arring Somewhere aus 2005, Chicago ……
    Spitzenband., Weltklassedrummer , absoluter Hammer !

  7. Ringo und Phil Collins unter den top 20? Da kenn ich 100 Bessere.
    Thomas Lang? Schon mal gehört? Dann hört Euch mal ein Solo an

  8. Was ist mit Ed Graham oder Emily Dolan Davies oder Rufus Taylor? Warte… NICK MASON!(mein lieblings Schlagzeuer ist sowieso Roger Meddows Taylor )

  9. Lars fucking Ulrich kann kein Takt halten
    Gene Hoglan von Dark Angel
    Krim von Septicflesh..
    Und viele mehr…
    Die alten wie der von den Stones usw.ich lach mich tot
    Ganz im Ernst Leute die Erde dreht sich weiter.
    Die alte Garde ohne triggern usw.geht doch gar nichts.

  10. Meiner Meinung nach ist das Best-Off- Aufzählen, Bewerten von Instrumentalisten subjektives Bewerten, denn die die diese Bewertung, der oder die Redakteure(innen) verlautbaren geben dabei ihre eigene in diesem Fall subjektive Meinung, Bewertung, Rangliste wieder. Ich für meinen Teil sehe in solchen Aufzählungen oder Ranglisten, Best-Off-Aufzählungen keinen Nutzen denn jeder Instrumentalist, jeder Musiker ist auf seine Art und das mit seinem Instrument erschaffene musikalische Werk objektiv einzigartig. Vor dem Hintergrund als Ex-Musiker/ Gitarrist habe ich die Erfahrung machen können die mich dazu geführt hat keine Best-Off-Listen von Musikern/Instrumentalisten ernst zu nehmen oder gar als Bewertung-Grundlage zu sehen. Musik in ihrer fast grenzenlosen Vielfalt und die daraus resultierenden Vielfalt an Instrumentalisten lässt sich meiner Meinung nach nicht bewertend auflisten. Jeder sieht und hört es anders. daher finde ich sollte man Best-Off-Listen nicht überbewerten denn sie wiederspiegeln Objektivität, sind nicht Allgemein verbindlich. Die im Artikel erwähnten Musiker/ Drummer gehören zu einer Vielzahl weiterer hervorragender Musiker/ Drummer die es wie Sand am Meer gibt. Die Namens-Auflistung kann man beliebig ändern , erweitern. Den aktuell Aufgezählten zwanzig Drummer-Götter stehen meiner Meinung nach eine Vielzahl gleicher und oder besseren Drummer-Götter gegenüber. Alles nur eine Frage der persönlichen Sichtweite und damit subjektiven Bewertung.
    Beste Grüsse

  11. „Rolf Jo. Maier“. Da gebe ich Dir vollkommen recht. Das Ganze ist ziemlich „relativ“. Ausserdem kommt es auf den Stil an….der Eine ist ein Wahnsinns Progdrummer, der Andere wieder ein toller Jazzer….

    Egal: „Its only Rock n roll, but i like it!“

  12. Diese Aufzählung kann ich (wie viele meiner Vorgänger) nicht ernst nehmen. Die vielen fehlenden Grössen wurden bereits erwähnt…

  13. Diese Liste der 20 besten Schlagzeuger ist ein erbärmlicher Witz.

    Phil Collins ist natürlich immer dabei, er muß ja immer dabei sein, ganz einfach, weil er von den korrupten Medien immer den Arsch geleckt bekommt.
    Gut, er spielt schon ausgezeichnet Schlagzeug, aber Carl Palmer kann er technisch nie und nimmer das Wasser reichen. Der gehört am ehesten unter die Top 20, oder besser unter die Top 5. Und das gilt für die andern aufgezählten hier auch. Nicht daß es schlechte Schlagzeuger sind, Gott behüte. Natürlich sind Cosy Powell, Ginger Baker, Phil Collins oder John Bonham, Bill Bruford ganz hervorragende Schlagzeuger, aber die auf die Liste der allerbesten zu setzen halte ich für ein Witz. Was ist z.B. mit Steve Upton von Wishbone Ash, Jon Hiseman von Colosseum oder Billy Cobham? Alles ausgezeichneze Schlagzeuger.

  14. Folgende Drummer fehlen in Eurer Auflistung:

    Roger Taylor/Queen
    Max Weinberg/E-Street Band
    Nick Mason/Pink Floyd
    Kenny Aronoff/u.a. John Fogerty
    Chris Slade/ACDC
    Bernie Dressel/Brian Setzer
    Pick Withers&Terry Williams/Dire Straits
    Chester Thompson/Phil Collins+Genesis
    Steve Rushton/Imelda May

    Schönen Sonntag und liebe Grüße

    Frank K.

  15. Drummer-Götter: Die 20 besten Schlagzeuger……..

    An die Redaktion bzw. Henning Richter : Warum in aller Welt muss der meiner Meinung nach deplatzierte weil aus der Sicht eines einzelnen bzw. einer Redaktionsgemeinschaft abgeleiteten Ansicht, Meinung generierte Überschrift-Zusatz der da lautet – Die 20 besten Schlagzeuger – angeheftet werden ? Die angegeben Zahl ist meiner Meinung nach völlig nebensächlich, denn es gibt Drummer ( Schlagzeuger ) wie Sand am Meer, noch dazu in ähnlicher Genialität wie die vermeintlich – besten 20 – der Classicrock-Redaktion. Ich hätte den Artikel in etwa so formuliert : Drummer-Götter : Eine Auswahl der Besten ohne Gewähr auf Vollständigkeit…………Beste Grüsse

  16. Musikalische Rankinglisten finde ich sowieso nötig wie einen Kropf. Rankinglisten sind etwas für RTL kosumierende Dumpfbacken….( Top 20 der tollsten Hintern, oder so…..)

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