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Can – TAGO MAGO 40TH ANNIVERSARY SPECIAL EDITION

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Layout 1Auch nach 40 Jahren immer noch frisch und neu.

1971 erschienen, stellte die Doppel-Lang­spielplatte TAGO MAGO für Can in vielerlei Hinsicht eine neue Ära dar. Zum einen ist es das erste Album mit Sänger Damo Suzuki, dessen Vorgänger Malcolm Mooney die Band nach einem Nervenzusammenbruch verließ. Aufgenommen wurde es in Schloss Nörvenich in der Nähe von Köln. Der Eigentümer – ein Kunstsammler namens Vohwinkel – erlaubte der Band, sein Schloss ein Jahr mietfrei zu nutzen, was Can neue Mög­lichkeiten im Aufnahmeprozess bot. So war TAGO MAGO das erste Werk der Band, bei dem Basser und Produzent Holger Czukay Jam-Sessions der Band heimlich mitschnitt, um die Resultate mit in die Songs zu integrieren. Ein Prozess, der dem Album eine spontane und authentische Note gab, die schließlich ein Markenzeichen der Band wurde. Noch heute wird TAGO MAGO als das herausragendste Werk der deutschen Rocker gesehen.

40 Jahre nach Entstehung des Originals gibt es nun eine weitere Neuauflage dieses Klassikers, bestehend aus zwei CDs. Silberling Nummer eins bietet die im Jahre 2003 neu abgemischten Versionen aller sieben Songs. Und auch vier Jahrzehnte nach der Erst­ver­öf­fentlichung hat TAGO MAGO nichts von seiner fesselnden Fremdartigkeit eingebüßt. Auch wenn Can viele Musiker beeinflusst haben, stehen ihre Kom­positionen noch immer für sich selbst. Sie sind in ihrer Anders­artigkeit und Originalität nie erreicht worden. Die technische Aufbereitung nimmt ihnen nicht ihre Authentizität und ihren Charme. Der besondere Leckerbissen dieses Geburts­tags-Releases findet sich auf CD Nummer zwei: Dort sind nämlich bislang unveröffentlichte Live-Aufnahmen der Songs ›Mush­room‹, ›Spoon‹ und ›Halle­luwah‹ zu finden, die die damalige Bühnen-Wucht der Musiker verdeutlichen. Am hervorstechendsten ist hier die beinahe 30-minütige Version ihres Single-Erfolges ›Spoon‹, der die Band in Hochform zeigt. Hier sieht man die Kreativität und das Improvisationstalent dieser Ausnahmemusiker direkt vor sich. Der Spaß, den Holger Czukay & Co. selbst auf der Bühne haben, ist nicht zu überhören. Doch das ist noch lange nicht alles bei diesem Paket: Obendrauf gibt es eine völlig neu gestaltete Verpackung. Im Slip­case kommt das Original-Art­work der englischen Erst­aus­gabe sowie das europäische Kopf­cover. Das Booklet enthält aktuelle Liner Notes, rare Fotos und ein Kurzessay von Primal Scream-Sänger Bobby Gillespie. Absolut empfehlenswert.

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