Black Star Riders: Die Glücksritter reiten wieder

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Black Star Riders: Die Glücksritter reiten wieder

Aufgenommen habt ihr HEAVY FIRE wie schon den Vorgänger THE KILLER INSTINCT erneut mit Produzent Nick Raskulinecz (Foo Fighters, Korn, Velvet Revolver) in Nashville. Sind die Black Star Riders angekommen?
Damon: Das Großartige an Nick ist sein Fokus auf gute Songs. Seine erste Frage an mich war: Habt ihr gute Songs? Darum geht es ihm. Nicht um Effekte, nicht um eine bestimmte Gitarre oder einen speziellen Verstärker. Es ist nicht einfach mit ihm, er treibt dich an, verlangt viel von dir und hat ein Händchen dafür, alles aus dir herauszuholen. Das bekam diesmal vor allem Ricky zu spüren, doch er beschwerte sich nicht. Kein! Einziges! Mal! (lacht)

Wo wir gerade bei Ricky sind: Im eröffnenden Titeltrack singt er ja von „GI Joe“, was bekanntlich der Arbeitstitel von ›The Boys Are Back In Town‹ war. Reiner Zufall?
Damon: Ricky verfolgt beim Texten einen ähnlichen Ansatz wie David Bowie: Er trägt verschiedene Satzschnipsel und Worte zusammen, auf die er willkürlich stößt: Bücher, die er liest, Nachrichten, die er hört, Filme, die er sieht. Dann vermengt er alles und schaut, was dabei herauskommt. Daher ist es immer schwer zu sagen, was genau woher kommt.

Und wie sieht es im musikalischen Lager aus: Verwerft ihr auch schon mal eine Idee, wenn sie zu sehr nach Thin Lizzy klingt?
Scott: Nur wenn sie nicht gut ist. Wenn sie aber funktioniert, obwohl sie aus irgendeinem Grund irgendwie an Thin Lizzy erinnert, bleibt sie drin. Ich will weder irgendwas kopieren noch mich selbst beschränken.

Damon: Scott war nun mal bei Thin Lizzy. Es ist doch das Natürlichste auf der Welt, dass die Art und Weise, wie seine rechte Hand in die Saiten greift, Ähnlichkeiten zu dieser Band aufweist.

Wird sich die Anzahl der Thin-Lizzy-Stücke in eurem Set verringern, jetzt, da ihr drei Alben im Repertoire habt?
Scott: Ja, ich denke schon, dass es fortan weniger und weniger werden. Ich könnte mir gut vorstellen, pro Nacht zwei Lizzy-Songs zu spielen, aber für jede Tour einen Fundus an vielleicht sechs Songs anzulegen, aus dem wir uns in verschiedenen Kombinationen bedienen. Mir ist klar, dass viele Menschen immer noch diese Songs hören wollen, aber wer weiß: Vielleicht kommen wir ja eines Tages in eine Stadt, in der niemand die alten Songs hören will. Es wird sich zeigen.

Zu besonderen Anlässen tretet ihr ja auch noch unter dem Namen Thin Lizzy auf. Fühlt es sich dann anders an, wenn ihr die alten Songs spielt?
Scott: Wir spüren definitiv mehr Druck, wenn wir vor diesem riesigen Backdrop auftreten, auf dem nun mal „Thin Lizzy“ steht. Und wenn wir es versauen, sind wir in großen Schwierigkeiten.

Damon: Wir reden hier immerhin nicht über irgendeinen Back-Katalog, sondern über den Soundtrack des Lebens sehr vieler Leute da draußen. Ohne Nervosität geht das dann doch nicht.

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