Review: Biffy Clyro – ELLIPSIS

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Review: Biffy Clyro – ELLIPSIS

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biffy clyro 2016Zurück zum Wesentlichen.

20 Jahre haben Biffy Clyro nun schon auf dem Buckel und wollen sich mit Album Nummer sieben anscheinend wieder etwas mehr auf das Wesentliche konzentrieren und einen kleinen Neuanfang starten. Die Schotten präsentieren sich auf dem Cover zu ELLIPSIS (zu deutsch „Auslassen“; der Ausdruck beschreibt auch diese drei Punkte in Texten: …) in unschuldiger Embryonalstellung auf weißem Hintergrund, quasi als Sinnbild dieser drei Pünktchen, bereit für die Geburt, einen neuen Start. Und in der Tat ist ELLIPSIS ein bisschen anders als seine Vorgänger. Im Vergleich zu dem Doppelepos OPPOSITES aus dem Jahr 2013 ist es geradezu spartanisch ausgefallen. Natürlich setzt das Trio immer noch auf progressive Soundstrukturen, doch diese sind hier bei weitem nicht so überladen und lassen auch mal sanften Melodien Raum. Der Song an sich steht im Mittelpunkt, das Geschnörkel drumherum wird bewusst platziert. So entstehen betörende Ohr­wurmpassagen wie der wunderschöne Refrain bei ›Friends And Enemies‹, bei ›Animal Stile‹ bekommt man sogar Lust, das Tanzbein zu schwingen. Mit ›Herex‹ und ›Medicine‹ präsentieren sie zwei melancholische Balladen, die ans Herz gehen, bei ›Flammable‹ experimentieren sie mit Funk­elementen. Eine Runde Sache, dieses ELLIPSIS, da verzeiht man ihnen auch die extrem schnulzige Schmachtnummer ›Re-arrange‹.

8/10

Biffy Clyro
ELLIPSIS
Warner

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