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Project X

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Project XEine Vorlage für verantwortungsloses Verhalten oder realistischer Spiegel jugendlicher Feierkultur? Diese Frage wurde in den USA im Zusammenhang mit der von Todd Phills („Hangover“) produzierten Komödie heiß diskutiert. Bei uns lag der Kinostart im März offensichtlich zu weit vom Sommerloch entfernt, denn ansonsten hätten sich mit Sicherheit auch hierzulande Politiker lustvoll ereifert. „Projekt X“ glänzt nämlich nicht gerade mit übermäßig viel Handlung, bietet dafür aber eine wunderbare Gebrauchsanleitung für ju-gendliche Dummheiten. Ein paar männliche Teen-ager schmeißen im Haus ihrer Eltern eine kleine Party, doch durch SMS-Lauffeuer und soziale Netz-werke als Aggregatoren wird daraus in kürzester Zeit ein episches Gelage aus Alkohol, Alkohol-indu-zierten Stunts, Sex und Freude an der Zerstörung. Wackelkameras im found footage-Look unterstützen den Eindruck, dem zu langen und ungeschnittenen YouTube-Video eines 16-jährigen Amateurs zuzuschauen, der Tage später im Regionalteil der „Bild“ unter der Überschrift „Facebook-Partyexzess außer Rand und Band“ zu sehen sein wird: nett, aber ohne Alkohol unerträglich.

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