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Khemmis – DESOLATION

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Khemmis Desolation

Doom deluxe.

Doom Metal ist zäh, langweilig und altmodisch? Nö, zumindest nicht, wenn er von Khemmis stammt. Die Truppe aus Denver, Colorado, zählte mit ihren ersten beiden Alben AB­­SOLUTION (2015) und HUNTED (2016) noch zu den Geheimtipps der Szene, was sich jetzt mit DESO­LATION sicherlich ändern wird. In sechs oft überlangen Songs zeigen die Amerikaner, dass Doom im Jahr 2018 auf ganzer Linie faszinieren kann. Das fängt bei den herzzerreißend verzweifelten Lyrics an, erstreckt sich über vielfältige musikalische Einflüsse von der NWOBHM bis zur Göteborger Schule und endet bei der überaus variablen Performance von Phil Pen­dergast, der nicht nur böses Fauchen und Growlen auf dem Kasten hat, sondern auch melancholischen Klargesang. DESOLATION erinnert mal entfernt an Katatonia oder Paradise Lost, besitzt aber viel Eigenständigkeit und vor allem Herzblut, das in jeder Note zu spüren ist. Wer sich mit offenen Ohren auf Stücke wie ›Isolation‹ (erste Single, mit knapp fünf Minuten kürzer als der Rest) oder ›Flesh To Nothing‹ einlässt, durchschreitet ein dramatisches Gefühlsbad erster Klasse, und dabei geht es doch bei Musik, oder? Dicke Empfehlung.

8/10

Khemmis
DESOLATION
NUCLEAR BLAST/WARNER

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