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The Breeders – ALL NERVE

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The Breeders All Nerve

Das Leben nach den Pixies.

Ursprünglich waren die Breeders ein reines Neben- und Spaßprojekt. Daraus wurde erst ein klassisches One-Hit-Wonder (›Cannonball‹), dann ein tragisches Kapitel Musikgeschichte (Drogen & knastbedingte Auszeit) und schließlich eine Teilzeit-Band zwischen Pixies und The Amps. Sprich: Eine For­mation, die keine richtige Karriere verfolgte, sondern nur als Notnagel und Ausweichmöglichkeit diente. Doch seit Kim Deal ihre Stammformation verlassen hat und Schwester Kelley wieder clean ist, scheint sich das geändert zu haben: ALL NERVE ist das erste Album in der Besetzung, die den 93er-Meilenstein THE LAST SPLASH eingespielt hat – und längst nicht so brachial, spröde und krachig, wie das Gros seiner Vorgänger. Die elf Stücke weisen richtige Songstrukturen, starke Melodien, viel Atmosphäre und narrative Texte auf. Ein Grenzgang zwischen Harmonie, Krach und intensiver Klangmalerei. Mit viel Raum, Platz und Luft. Jeder Menge scharfer Kanten sowie lyrischen Figuren, die von einem weiblichen Major Tom über verblasste Sterne und depressive Gothic-Girls bis hin zu notorischen Losern reichen. All das zeugt von kompositorischer Klasse und hat mit ›Wait In The Car‹ einen grandiosen „Hallo Wach“-Moment.

7/10

The Breeders
ALL NERVE
4AD/BEGGARS/INDIGO

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