-

Tommy Stinson’s Cowboys In The Campfire: WRONGER

■

Spaß am Lagerfeuer

The Replacements, Soul Asylum und Guns N’ Roses – Tommy Stinson war nicht nur in einer, sondern gleich in all diesen legendären Bands lange Jahre Bassist. Praktisch nebenbei hat der heute 56-jährige Amerikaner als Frontmann von Bash & Pop und Perfect oder als Solist in den letzten drei Jahrzehnten aber auch immer wieder bewiesen, dass er mehr kann, als sich nur in der zweiten Reihe um die tiefen Töne zu kümmern. Sein gemeinsam mit Chip Roberts verwirklichtes neues Album überrascht dennoch. Denn auch wenn die raue Stimme und der bisweilen herrlich windschiefe Gesang auf Stinsons Punk-Wurzeln verweisen, kommt er musikalisch hier ohne den Wumms seiner früheren Gruppen aus. Stattdessen geht’s – der augenzwinkernde Bandname deutet es an – ganz relaxt und zumeist unplugged ans Lagerfeuer, wenn er mit viel Seele Country- und Folk-Versatzstücke für sein musikalisches Universum adaptiert und dabei am Ende auf ähnlichem Terrain landet wie Jesse Malin. Ein Platte, bei der die Freude am eigenen Tun wichtiger ist als das ganz große Statement.

7 von 10 Punkten

Tommy Stinson’s Cowboys In The Campfire
WRONGER
ICONS CREATING EVIL ART/ROUGH TRADE

- Advertisement -
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel

Weiterlesen

Lebenslinien: Zakk Wylde

Er spielte jahrelang Gitarre für Ozzy und hörte sich endlose Geschichten von ihm und Lemmy an. Er war im Himmel, als er Elton John...

Endlich am Kiosk & ab sofort im Online-Shop erhältlich: Die neue Ausgabe von CLASSIC ROCK!

TITELSTORY: Pink Floyd – The Wall Tour Ein Meisterwerk auf der Bühne, aber ein Machtkampf hinter den Kulissen. Wie Gigantomanie, finanzielle Debakel und interne Spannungen...

IN MEMORIAM PHIL LYNOTT

40 Jahre nach seinem Tod sprechen Scott Gorham, Eric Bell, Mark Stanway, Laurence Archer und andere über den Bandkollegen und Freund, den sie kannten...
- Advertisment -