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Blue Öyster Cult – THE SYMBOL REMAINS

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Viel charakterfeste Atmosphäre

In den 70er Jahren galten Blue Öyster Cult als die Hardrock-Band für Intellektuelle, die ihre Texte mit literarischen Schlenkern ausstatteten wie kaum eine zweite. Zwischen Middle-Of-The-Road-Harmonien, AOR und melodiösen Rockfeuerwerken hatten sie auch immer ein Händchen für Ausbrecher in Richtung Psychedelic, Prog-Rock, Steven-King-Phantasien und klischeefreie Feuerzeugballaden. Auch auf diesem 15. Studioalbum in der über 50-jährigen Bandkarriere ist die Ausrichtung vielseitig, beherzt und charakterfest. Buck Dharma und Eric Bloom sind seit Jahrzenten das stilsichere Songwriter-Gespann im Hause BÖC – und sie haben ein sehr souveränes Album vorgelegt. Die 14 Stücke spannen den Bogen von schnörkellosem, straigten Rock (wie ›That Was Me‹ oder ›Edge Of The World‹) und Düster-Hardrock (›The Alchemist‹) bis hin zu einem Easy-Going-Ausflug ins Yacht-Rock-Gefilde (›Florida Man‹) und eine achtkantige Heavy-Metal-Maschine (›Stand And Fight‹).

In der Geschichte von Blue Öyster Cult ist diese Platte nicht der ganz große und raffinierte Wurf, der mit Götteralben wie TYRANNY AND MUTATION (1973), SECRET TREATIES (1974) oder AGENTS OF FORTUNE (1976) mithalten könnte. Aber es ist auch kein zahnloses Alterswerk, dafür ist die Platte viel zu atmosphärisch dicht, zudem exzellent gespielt und sehr gut in Szene gesetzt.

8 von 10 Punkten

Blue Öyster Cult, THE SYMBOL REMAINS, FRONTIERS/SOULFOOD

Text: Peter Hesse

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