Review: Eloy – THE VISION, THE SWORD AND THE PYRE

eloyBandchef Frank Bornemann vollendet seinen 1975er-Künstlertraum.

Die Karriere der Hannoveraner Prog-Rocker Eloy ist gespickt mit großen Themen und inhaltsschwangeren Geschichten. Die berühmteste: Auf OCEAN (1977) widmete sich die Band dem Rätsel um das versunkene Atlantis und landete damit einen Klassiker ihres Genres. 40 Jahre sind seit OCEAN vergangen, Zeit also für ein neues Monumentalwerk. Das nennt sich THE VISION, THE SWORD AND THE PYRE, beschäftigt sich mit der französischen Nationalheldin Jeanne D‘Arc und könnte als eine Art historisch belegter Nachfolger des Eloy-Frühwerks POWER AND THE PASSION (1975) betrachtet werden. Damals sang Kreativchef Frank Bornemann über eine im Paris des Jahres 1358 angesiedelte (fiktive) Liebesgeschichte, jetzt erzählt er das tragische Los der heiligen Johanna von Orleáns. Auch musikalisch und konzeptionell erinnert THE VISION, THE SWORD AND THE PYRE an den kleinen Bruder der 70er-Jahre, nur mit dem Unterschied, dass POWER AND THE PASSION unter einer etwas dürftigen Produktion litt, während die aktuelle Scheibe au­­diophilen Hochgenuss garantiert. Das Beste aber: In Kürze folgt ein zweiter Teil, und auch ein Buch ist in der Mache.

8/10

Eloy
THE VISION, THE SWORD AND THE PYRE
ARTIST STATION/SOULFOOD