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    Woodstock: 50 Fakten, die ihr noch nicht darüber wusstet – Teil 2

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    Woodstock: 50 Fakten, die ihr noch nicht darüber wusstet – Teil 2

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    WOODSTOCK_John_SebastianAm Wochenende des 15. August 1969 pilgerten fast eine halbe Million Amerikaner zur Farm von Max Yasgur in Bethel, New York. Diese dreitägige „Aquarian Exposition“ war die Woodstock Music and Art Fair. Am Montag, den 18. August, zogen sie dann alle wieder nach Hause, nachdem sie sich von Jimi Hendrix, The Who, Santana, Janis Joplin, Creedence Clearwater Revival, Crosby, Stills, Nash & Young, Sly and the Family Stone und weiteren in den Bann hatten ziehen lassen. Es war das ultimative Love-in der Gegenkultur dieser Dekade. Ereignisse wie Hendrix’ bastardisierte Interpretation der US-Nationalhymne oder The Whos ›See Me, Feel Me‹ just zum Sonnenaufgang des dritten Tages wurden zu Legenden der Rockgeschichte. Doch wie viel wisst ihr wirklich über Woodstock ’69?

    22 Abbie Hoffman konnte die Woodstock-Produzenten überreden, 10.000 Dollar für seine Yippies (die Youth International Party) für diverse gemeinnützige Projekte zu spenden. Offenbar hatte er mit Ärger auf dem Festival gedroht, sollten sie sich weigern.

    23 Um genau 17:07 Uhr am Freitag, den 15. August, eröffnete Richie Havens das Festival mit ›Minstrel From Gault‹. Seinen Song ›Freedom‹ improvisierte er vor Ort. Er wurde so oft für Zugaben zurückgerufen, dass ihm die Songs ausgingen, also nahm er einfach die Gitarre in die Hand und fing an zu singen, mit einem Text des alten Spiritual-Klassikers ›Sometimes I Feel Like A Motherless Child‹.

    24 Nur drei Solokünstlerinnen waren in Woodstock zu sehen: Janis Joplin, Joan Baez und Melanie. Joni Mitchell hätte auch dabei sein sollen, doch ihr Manager hatte sie überredet, dass es für ihre Karriere besser wäre, am folgenden Montag in der „Dick Cavett Show“ aufzutreten, als „in einem Feld mit 500 Leuten rumzusitzen.“ Sie hat zugegeben, dass dies einer der größten Fehler ihres Lebens gewesen sei.

    25 Grateful Dead hatten bei ihrem Auftritt diverse technische Probleme, u.a. eine „fehlerhafte Erdung.“ Sowohl Jerry Garcia als auch Bob Weir bekamen jedes Mal Stromschläge, wenn sie ihre Gitarren berührten. Sie bezeichneten Woodstock als ihren schlechtesten Auftritt überhaupt und wurden aus Michael Wadleighs Film herausgeschnitten.

    26 Für Crosby, Stills, Nash & Young war Woodstock erst ihr zweites Konzert. Stephen Stills gestand dem Publikum gegenüber: „Wir machen uns vor Angst in die Hose.“ Young wiederum weigerte sich, gefilmt zu werden, weil ihn die Kameras ablenken würden. „Woodstock war ein beschissener Gig“, sagte er dem Biografen Jimmy McDonough. „Alle waren auf diesem Holly­wood-Trip mit den verfickten Kameras.“

    27 The Who, Janis Joplin und Grateful Dead weigerten sich, am Samstagabend zu spielen, sofern sie nicht im Voraus bezahlt würden. Ein örtlicher Bankmanager namens Charlie Price stellte das Geld in letzter Minute zur Verfügung.

    28 Die Topverdiener waren Jefferson Airplane (12.000 Dollar), Creedence Clearwater Revival (11.500 Dollar), The Who (11.200 Dollar) und Grateful Dead (7.500 Dollar).

    29 John Sebastian, einst bei Lovin’ Spoonful, war eigentlich nicht eingeplant. Doch mitten in einem heftigen LSD-Trip wurde er von MC Chip Monck auf die Bühne ge­steuert, als diverse Acts verspätet waren. Sebastian war „zu high, um Nein zu sagen.“

    30 Melanie, von den Veranstaltern nicht erkannt, bekam nicht mal einen Künstlerpass. Bevor sie auf die Bühne durfte, musste sie ihren Führerschein zeigen und ›Beautiful People‹ singen, um ihre Identität unter Beweis zu stellen.

    31 Als Wehrdienstverweigerer saß der Ehemann von Joan Baez im Gefängnis, also sang sie ihren Anti-Redneck-Song ›Drug Store Drivin’ Man‹ mit Jeffrey Shurtleff, der es dem damaligen Gouverneur von Kalifornien und erklärten Wehrpflichtbefürworter Ronald Reagan „widmete“.

    32 Laut einem Bericht der Gesundheitsbehörde aus dem Oktober 1969 behandelten 18 Ärzte und 36 Krankenschwestern insgesamt 5162 Patienten. 797 Fälle von Drogenmissbrauch wurden darin aufgeführt.

    33 Zwei Geburten wurden offiziell registriert, doch keine davon fand im Ärztezelt des Festivals statt. Den Beamten der Gesundheitsbehörde wurden dagegen acht Fehlgeburten gemeldet.

    34 Es gab drei Todesfälle. Zwei davon waren auf Drogen-Überdosen zurückzuführen, während der 17-jährige Raymond Mizak starb, als er in seinem Schlafsack von einem Traktor überfahren wurde. Der Fahrer wurde nie identifiziert und angeklagt. Eine Grand Jury am Gericht von Sullivan County erklärte später, es habe nicht genug Beweise gegeben, um jemanden zu belangen.

    35 Einer der beiden Drogentoten war ein 18-jähriger Marine im Urlaub. Er hatte in Vietnam gedient und war dort unverletzt geblieben.

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