Was macht eigentlich: Lene Lovich?

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Was macht eigentlich: Lene Lovich?

Ursprünglich hätte Lene Lovich ja den Part der Punkerin Kate Crowley im Kultfilm „Breaking Glass“ von 1980 spielen sollen. Da sie zu dem Zeitpunkt aber schon einige erfolgreiche Singles veröffentlicht hatte, schickte man sie lieber auf Tour. Die Rolle bekam bekanntermaßen Hazel O’Connor. Die ist wie Lovich heute noch aktiv, aber das ist eine andere Geschichte. Als LiliMarlene Premilovich 1949 in Detroit geboren, zieht die Tochter eines serbischen Vaters und einer englischen Mutter schon mit 13 Jahren nach England. Sie interessiert sich für Kunst
und Musik und nimmt unter anderem Saxofonunterricht. Professioneller wird es nach Ausflügen in die Straßenmusik und mit dem Beitritt zur Band The Diversions 1975. Die Truppe existiert nicht lange und Lovich landet zum Ende des Jahrzehnts dank des Covers ›I Think We’re Alone Now‹ von Tommy James & The Shondells solo bei Stiff Records.

Dieser Song und die Trademarknummer ›Lucky Number‹ landen auf dem Debüt STATELESS von 1987. Im Fahrwasser der New Wave Welle folgen in den 70ern und 80ern weitere Alben bei Stiff. Nach der Trennung vom Label schließen sich Independent Releases an. Mitte der 80er erscheint mit ›Don’t Kill The Animals‹ in Zusammenarbeit mit Nina Hagen eine Hymne und ein musikalisches Statement für Tierrechte. Mit Hagen und Hermann Brood ist die heute 72Jährige auch im Film „Cha Cha“ zu sehen. Bis 2005 konzentriert sich die New Wave Ikone erst mal auf ihr Privatleben, meldet sich dann aber mit SHADOWS AND DUST musikalisch zurück. Im selben Jahr singt sie als Gast auf der Hawkwind-Scheibe TAKE ME TO YOUR LEADER und tritt auch gelegentlich mit den Space Rockern auf. 2012 hat sie dann wieder eine eigene Combo am Start. Mit Jude Rawlins, dem ehemaligen Gitarristen der Subterraneans, Bassistin Lydia Fischer, Kirsten Morrison am Keyboard und Morgan King am Schlagzeug wird die Lene Lovich Band ins Leben gerufen. Die Rolle von Rawlins füllt seit 2019 Danny Valentine aus und am Bass steht heute Val Wyther. Drummer King äußert sich zu aktuellen Live-Aktivitäten: „Wir hatten Shows in Spanien für Februar, aber die wurden wegen des Brexits und der Visa auf Oktober verschoben. Das ist jetzt geregelt, also warten wir auf Termine. Ich kann den ersten April in Berlin im Wild at Heart und das ‚Live am See‘Festival bei Dortmund am 9. Juli bestätigen. Es tut mir leid, dass die Nachrichten dünn sind, aber wie ich schon sagte, haben Brexit und Covid das natürlich beeinflusst. Der größte Teil der Band, mich eingeschlossen, konzentriert sich auf die jeweiligen Soloprojekte bis März, wenn wir dann für Berlin proben werden.“ Der Fokus liegt also auf Konzerten, während ein neues Album der Lene Lovich Band laut King derzeit nicht in Sicht ist.

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