The Smiths – THE SMITHS COMPLETE

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The Smiths – THE SMITHS COMPLETE

Smiths, TheKomplettpaket der Britpop-Ikonen der achtziger Jahre.

Mit der richtigen Ikonografie lässt sich selbst Unverkäufliches verscherbeln, dachte sich ein gewisser Steven Patrick Morrissey, als er das Cover der ersten The-Smiths-Maxi ›Hand In Glove‹ 1983 mit einem männlichen Akt des Fotografen Jim French aus Mar-garet Walters’ Bildband „The Nude Male“ versah. Die visuell auffällige Vermarktung behielten The Smiths bis zu ihrem Ende 1987 bei, doch Eindruck schinden die acht erstmals digital optimierten Alben auch aus ganz anderen Gründen. THE SMITHS COMPLETE bedeutet: vier Studiowerke, ein Konzertmitschnitt sowie drei Kompilationen.

Das Debüt THE SMITHS erreichte gewiss nicht wegen des nackten Oberkörper-Porträts von Warhol-Superstar Joe Dal-lesandro Goldstatus, sondern wegen der aufregend neuen Musik. Im Pop-Jahr 1984, als Produktionen oftmals im blechernen Pomp übermäßigen Elektronikeinsatzes versanken, verliehen The Smiths Hymnen wie ›Hand In Glove‹, ›I Don’t Owe You Anything‹ und ›What Difference Does It Make?‹ eine majestätische Zeitlosigkeit.

Noch brillanter gelang ein Jahr später MEAT IS MURDER, von Gitarrist Johnny Marr und Morrissey transparent produziert und angefüllt mit Klassikern wie ›The Headmaster Ritual‹, ›Rusholme Ruffians‹, ›That Joke Isn’t Funny Anymore‹ und ›Barbarism Begins At Home‹. Erstmals Goldstatus in den Vereinigten Staaten holte 1986 das noch ausgetüfteltere THE QUEEN IS DEAD, das den jungen Alain Delon auf dem Cover präsentierte: ›Bigmouth Strikes Again‹, ›The Boy With The Thorn In His Side‹, ›There Is A Light That Never Goes Out‹ und ›Some Girls Are Big-ger Than Others‹ funktionierten auch als Singles fabelhaft.

Mit STRANGEWAYS, HERE WE COME endete die kreative Partnerschaft von Morrissey und Marr auf höchstem Niveau: Facettenreiche Arrangements weisen ›Death Of A Disco Dancer‹, ›Girlfriend In A Coma‹ und ›A Rush And A Push And The Land Is Ours‹ als Glanzpunkte im Gesamt-Repertoire aus. In ›Stop Me If You Think You’ve Heard This One Before‹, ›Last Night I Dreamt That Somebody Loved Me‹ und vor allem im programmtischen ›I Started Something I Could’t Finish‹ übertraf sich der Texter Morrissey selbst.

Erstmals 1984 aufgelegt, setzt sich die Compilation HATFUL OF HOLLOW aus charmanten B-Seiten und BBC-Sessions zu-sammen. Aus Gründen vertrag-licher Verpflichtungen gegenüber dem Label Rough Trade er-schienen 1987/88 gleich drei Alben: RANK, ein von ursprüng-lich 21 auf 14 Songs reduzierter BBC-Konzertmitschnitt vom 23. Oktober 1986 aus dem Lon-doner National Ballroom, fing die unvergleichliche Magie ei-ner typischen Smiths-Show ein. Ebenfalls nicht zu verachten ist die Singles-A-und-B-Sei-ten-Kompilation THE WORLD WON’T LISTEN. Ursprünglich nur in den USA erhältlich, kann die Doppel-CD-Best-Of LOU-DER THAN BOMBS mit 21 repräsentativen Singles-Tracks, zwei Songs aus John-Peel-Ses-sion und dem US-Mix von ›You Just Haven’t Earned It Yet, Baby‹ punkten.

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