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    The Jesus & Mary Chain – PSYCHOCANDY / DARKLANDS / AUTOMATIC / HONEY’S DEAD / STONED & DETHRONED / MUNKI

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    The Jesus & Mary Chain – PSYCHOCANDY / DARKLANDS / AUTOMATIC / HONEY’S DEAD / STONED & DETHRONED / MUNKI

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    Jesus And Mary Jane - MunkiKrach-Pop aus dem dunklen Reich: die Widergänger von Velvet Underground.

    Dass Legendenstatus nicht hohe Verkaufszahlen bedingt, be-griffen die Brüder Jim und William Reid schon recht früh, kultische Verehrung genießen The Jesus And Mary Chain, die sich 1999 trennten, um sich acht Jahre später wieder zu vereinen, allerdings noch heute. Mit ein Grund, warum die regulären sechs Werke der Band nun unter dem Label EXPANDED EDITION erscheinen, fein aufbereitet mit je zwei CDs, die das Original, B-Seiten, BBC-Sessions, Demos, Outtakes sowie weitere Raritäten, aber auch eine DVD mit Videoclips, TV-Auftritten und Konzermitschnitten enthalten.

    Zu Idolen der Gegenkultur avanciert die Band 1985 mit dem grandiosen Noise-Meilenstein PSYCHOCANDY, der Lou Reeds Sinnenattacke METAL MACHINE MUSIC zitiert. Mit Suchtfaktor 100 verändern Hymnen wie ›Just Like Honey‹, ›Never Under-stand‹, ›Some Candy Talking‹ und ›You Trip Me Up‹ den Brit-Pop nachhaltig. Wo viel Licht ist, lauert auch Schatten – das schwierige Zweitwerk DARKLANDS ein Jahr später führt beinahe zur Trennung, obwohl die Key-Tracks ›April Skies‹, ›Happy When It Rains‹ und der Titelsong substanziell überzeugen.

    Mit einem Zuviel an Synthesizer-Bass, Pomp-Keyboards und Drum-Computer fällt 1989 AUTOMATIC qualitativ klar schwächer aus, ein Lichtblick ist nur ›Blues From A Gun‹. Wieder auf hohem Niveau präsentiert sich das Reid-Duo 1992 mit HONEY’S DEAD. Wegen kontroverser Textinhalte („I wanna die just like JFK“) wird die Single ›Reverence‹ von der BBC boykottiert. Schlicht grandios gelingt auch das 13th Floor Elevators-Cover ›Rollercoa-ster‹. Zunächst als reines Akustikkonzept angedacht, dröhnen 1994 bei ›Sometimes Always‹, ›Dirty Water‹ und ›Bullet Lovers‹ von STONED & DETHRONED dann wie gewohnt die Fuzz-Gitarren im grenzenlosen Rückkopplungsrausch.

    Stark geprägt vom ständigen Bruderzwist präsentiert sich das finale Werk MUNKI: Mit den 17 Songs, einer Laufzeit von 69:28 Minuten und unterteilt in Sektionen, die entweder von Jim oder William Reid komponiert wurden, gelingt zum Schluss eine radikale Abkehr vom ursprünglichen Klangkonzept. ›Cracking Up‹ und ›Degenerate‹ thematisieren die internen Probleme, ›Moe Tucker‹ huldigt einmal mehr The Velvet Underground. Um die Gegensätzlichkeiten noch zu unterstreichen, eröffnet Jim Reid mit ›I Love Rock’n’Roll‹ – und William Reid endet mit ›I Hate Rock’n’Roll‹. Ein Gezicke, das wohl nur jene verstehen können, die Dave oder Ray Davies sowie Li- am oder Noel Gallagher heißen.

    PSYCHOCANDY: 10
    DARKLANDS: 9
    AUTOMATIC: 5
    HONEY’S DEAD: 9
    STONED & DETHRONED: 8
    MUNKI: 7

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