Spacemen 3 – SOUND OF CONFUSION / THE PERFECT PRESCRIPTION

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Spacemen 3 – SOUND OF CONFUSION / THE PERFECT PRESCRIPTION

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71lpm+n9ZmL._SL1000_Dröhn Baby Dröhn: Zweiakkordmagie in desolater Zeitlupenmonotonie.

Rugby, Warwickshire: Englische Provinz, die in Margaret Thatchers Privatisierungs- und Reform-erklauen zu Anfang der 80er Jahre Heranwachsenden nichts zu bieten hat außer einem geschlossenen Jugendzentrum und der Öde permanenten Nichtstuns. Mit der musikalischen Entsprechung, in zerdehnter Zeitlupe zelebrierter Langeweile, versucht sich das multiinstrumentale Duo Peter Kember und Jason Pierce vom Rest damaliger Britenbands abzuheben, die allesamt in New Romantic und Elektro Pop schwelgen. Aufgewachsen mit einer täglichen Diät aus MC5, 13th Floor Elevators, The Stooges, The Velvet Underground und Suicide, erfolgt der Urknall von Spacemen 3 im Jahr 1986 mit dem trefflich betitelten Debüt SOUND OF CONFUSION. Desolate Leere, schiere Verzweiflung und pure Teenage Angst treffen auf die Monotonie übersteuerter Instrumente und teilnahmsloser Vokalbeiträge. Im Eifer des Gefechts mischen sich selbstgezüchtete Abgrundhymnen wie ›Losing Touch With My Mind‹ und ›O.D. Catastrophe‹ mit den eigenwillig inszenierten Interpretationen ›Little Doll‹ von den Stooges, ›Mary Anne‹ von Juicy Lucy und ›Rollercoaster‹ von Roky Ericksons 13 Floor Elevators. Noch konsequenter gebärdet sich ein Jahr später der Nachfolger THE PERFECT PRESRIPTON mit lediglich einer Coverversion: ›Transparent Radiation (Flashback)‹ von Red Krayolas gerne mal übersehenem 67er-Meilenstein PARABLE OF ARABLE LAND. Kember, Pierce und Co. inszenieren einen akustischen Drogentrip vom dynamischen Auftakt ›Take Me To The Other Side‹ bis hin zum Hilferuf ›Call The Doctor‹. Schwermetallisches Dröhnen wechselt mit akustisch Besinnlichem und der Erkenntnis: ›Things’ll Never Be The Same‹. Zwischendurch tönt es in ›Soul 1‹ nach den Rolling Stones um STICKY FINGERS herum. Am Ende lautet die Botschaft dann aber doch ›That’s Just Fine‹.

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