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Skurrile Cover: UP AT THE CRACK von Boned

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Skurrile Cover: UP AT THE CRACK von Boned

Von jener Stelle, an der ein Gitarrenhals gemeinhin den Korpus verlässt bis zum Ende der Kopfplatte muss man mit ungefähr 55 cm rechnen, was je nach Modell natürlich variieren kann. Der hier verwendete Hals einer
Gibson „Les Paul“ wurde aber offensichtlich um den zehnten Bund herum beschnitten (aua!), was die effektive Länge um rund zehn Zentimeter reduziert. Die verbleibenden 45 cm sind zwar noch immer stattlich, liebe AC/DC-Klone aus Großbritannien, aber da wäre deutlich mehr drin gewesen! Wir raten beim nächsten Versuch zu einer elektrischen Bassgitarre mit Long-Scale-Mensur, die eine von vornher- ein noch eindrucksvollere Substanz mitbringt.

Erstaunlich: Das Artwork eines gewissen Paul Darnell stammt mitnichten aus den grundsätzlich so hübsch versauten 70er-Jahren, als „plumper Sexismus im Rock“ noch ein nicht abwählbarer Pflichtleistungskurs für
alle Hodenträger war und zwischen den Worten „politisch“ und „korrekt“ grundsätzlich viele Seiten, manchmal ganze Kapitel und bisweilen sogar mehrere Bücher lagen. Son- dern aus dem Jahr 2004. Wir erinnern uns: „This Is Spinal Tap“, die in Alufolie eingewickelte Zucchini in Dereks „power zone“ und ihr nie realisierter Symphonic-Metal-Hit ›Lick My Love Pump‹ hatten zu diesem Zeitpunkt schon 20 lange Jahre auf dem Buckel, in denen viel passiert war. Weshalb man über Gibson-„Ersatzteile“ sowie bildhaft pubertäre Notgeilheit ejakulierende Songtitel wie ›Ain’t No Talkin’ With Your Mouth Full‹, ›Loaded On Love‹ oder ›Drain The Main Vein‹ bereits damals nicht einmal mehr herzhaft lachen konnte. Für eine Parodie auf alberne Sexgott-Rock-Klischees waren Boned schlichtweg zu spät dran, sollten sie es tatsächlich ernst gemeint haben („Aufgepasst,
Damen! Meiner ist 45 cm lang!“), ist das Ganze doch ohnehin so charmant wie ein ausgeleierter Feinripp-Schlüpfer mit Bremsspur. So oder so: tragisch.

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