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    Sebastian Bach – Schreien ohne Saufen

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    Sebastian Bach – Schreien ohne Saufen

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    FINAL_IMG_9070Auf seinem neuen Album GIVE ‘EM HELL liefert Ex-Skid-Row-Sänger Sebastian Bach erneut eine grandiose Leistung ab. Und hat sich nebenbei eine nette kleine Supergruppe zusammengestellt, die es so live aber niemals geben wird. Schade eigentlich.

    Das „Geheimprojekt“, an dem er im gesamten letzten Jahr arbeitete, „das die Welt der populären Musik, so wie wir sie kennen, revolutionieren wird“, ist also fertig. GIVE ‘EM HELL heißt das Werk, das Cover ziert eine Zeichnung des Sängers als Teufel. Über Geschmack lässt sich streiten. Nichts zu kritteln dagegen gibt es an den zwölf Songs, die Bach wieder unter Regie von Bob Marlette (Filter, Alice Cooper u.a.) eingeschrien hat.
    „Ich singe echt gut, oder?“ An Selbstbewusstsein hat es dem Berufsoptimisten noch nie gemangelt. „Könnte daran liegen, dass ich das erste Mal während der Aufnahmen nüchtern war.“ Er habe aufgehört zu trinken. Warum, will er nicht sagen, aber er hat sich aus genau diesem Grund von seinem letzten Live-Gitarristen Jeff George getrennt, von dem er im letzten Jahr noch behauptete, dieser sei so etwas wie die „Hand Gottes an der Gitarre“. Stattdessen hat er mal eben Steve Stevens (Billy Idol), John 5 (David Lee Roth, Marilyn Manson, Rob Zombie) und Devin Bronson (Avril Lavigne, Pink) als Ersatz eingeladen. Bass spielt kein Geringerer als Duff McKagan (Guns N’ Roses, Velvet Revolver, Walking Papers), am Schlagzeug sitzt Bobby Jarzombek (Fates Warning). „Ich finde es sehr interessant, mit Leuten zu arbeiten, die nicht wirklich viel mit Metal zu tun haben. Duff zum Beispiel kommt eher aus dem Punk, aber ›Harmony‹, sein Song auf dem Album, ist genau die Mischung zwischen Guns N’Roses und Skid Row, wie sie mir gefällt.“ Die Gitarristen spielen auch genau auf den Stücken, die sie geschrieben haben. „Man lässt einen Steve-Stevens-Song nicht von einem anderen einspielen, oder?“ Außerdem wollte Bach keine drei Gitarristen auf einmal im Studio. Dafür hat er aber eine Coverversion einer anderen Band mit drei Gitarristen ausgesucht: ›Rock’n’Roll is A Vicious Game‹ stammt ursprünglich von seinen kanadischen Landsmännern April Wine. „Der Text bringt mein Leben ziemlich genau auf den Punkt, deswegen.“ Und singt nach ›I Like To Rock‹ mit ›Roller‹ einen anderen Hit von April Wine durchs Telefon. Am meisten bedeute ihm übrigens sein eigener Text zu ›All My Friends Are Dead‹, denn er habe den Eindruck, dass jede Woche jemand sterbe, den er kenne, letztens noch Gwar-Sänger Dave Brockie. „Dabei bin ich doch eigentlich die Idealbesetzung für einen toten Rockstar“, spielt er lachend auf seine Rolle in der drittel Staffel der US-Kultserie „Californication“ an.
    Live wird es die Besetzung des Albums leider niemals zusammen auf eine Bühne schaffen, denn Stevens geht demnächst wieder mit Billy Idol auf Tournee und MacKagan steigt für fünf Shows in Südamerika bei Guns N’Roses ein. „Ich teste gerade noch verschiedene Musiker für die Tournee, aber das wird schon klappen. Denn wo ich bin, ist Party! Auch ohne Alkohol.“ Ob das Konzept „Schreien ohne Saufen“ aufgeht, wird man im Ende Juni/Anfang Juli bei drei Shows nachprüfen können. Ob bis dahin auch seine angekündigte Autobiographie fertig ist, wagt Bach zu bezweifeln. „Ich arbeite ja ohne Ghostwriter.“ Es bleibe aber vom Stil her eher „eine Mischung aus Henry Rollins und Neil Peart.“ Was auch sonst? Man darf gespannt sein.

    1 Kommentar

    1. Oh Mann, der sieht ja aus wie die Naddel als Metalchick! Große Klappe jedenfalls…die Autobiographie dürfet aber sicher unterhaltsam werdn…. ;-p

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