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    Review: The Doors – THE DOORS (50TH ANNIVERSARY EDITION)

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    Review: The Doors – THE DOORS (50TH ANNIVERSARY EDITION)

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    the doors the doorsLight My Fire: opulente Jubiläumsausgabe eines Meilensteins.

    Als elaborierter Songkanon aus Euphorie, Exotik, Exzentrik, Ernied­rigung und Erlösung erwies sich im Januar 1967 das Debütwerk der Doors. Zum Auftakt richtete sich ein manischer Appell an den Zuhörer: ›Break On Through (To The Other Side)‹, ein gespenstischer Bossa No­­va in reichlich aufgekratztem Tempo, dessen E-Piano sich an Ray Charles‘ Klas­siker ›What’d I Say‹ anlehnte.

    Zum Finale des 45 Minuten langen Klangexperiments wartete ein ›The End‹ betitelter, elfminütiger Trip ins Nirvana. Perfekt inszeniert mit Tempowechseln vom Slow Blues bis hin zur Raserei, mit fernöstlichen Skalen und den poetischen Beschwörungen des Sängers, der wie ein Prophet der Antike wirkt, König Ödipus zitierend.

    Frontmann Jim Morrison, Keyboarder Ray Manzarek, Gitarrist Robby Krieger und Schlagzeuger John Densmore entführten in unbekannte Gefilde: etwa in die überhitzte ›Soul Kitchen‹ oder – nahezu sakral – auf ›The Crystal Ship‹. Als ehemalige Studenten der UCLA School Of Theater, Film and Television würdigten Morrison und Manzarek in ›Twentieth Century Fox‹ sarkastisch die ortsansässige Filmindustrie. Im rund siebenminütigen ›Light My Fire‹, dessen nach­­geschobener Single-Edit den ersten Platz der US Top 100 eroberte und der Band weltweit den Durchbruch bescherte, do­­minierten abermals Latin-Grooves den hymnischen Fluss einer majestätischen Ode.

    Ein Ausflug ins Epische Theater von Bertolt Brecht und Kurt Weill mittels ›Alabama Song (Whiskey Bar)‹ sorgte ebenso für Verblüffung wie die verführerische Adaption von Willie Dixons zweideutigem Bluesklassiker ›Back Door Man‹. Alles zusammen war eine Aufforderung zum zivilen Ungehorsam, die vor allem der Gegen­kulturbewegung aus der Seele sprach.

    Klangtechnisch optimiert, präsentiert sich die 50TH ANNIVERSARY EDITION des Klassikers und Meilensteins im 12-Inch-Format: CD Nummer 1 enthält den Original Stereo Mix, Disc zwei den Original Mono Mix und auf der dritten Scheibe tummelt sich ein Livemitschnitt aus The Matrix in San Francisco vom 7. März 1967. Eine exakte Replik der 67er-Vinyl-LP im Original Mono Mix liegt ebenso bei wie ein Hard­coverbuch mit Anmerkungen von David Fricke und seltenen Fotos.

    10/10

    The Doors
    THE DOORS
    50TH ANNIVERSARY EDITION
    ELEKTRA/WARNER

    Mehr von den Doors gibt’s in der Titelstory der aktuellen Ausgabe von CLASSIC ROCK…

    1 Kommentar

    1. Ich habe gehört das es Angeblich eine 45 Minuten Live Version
      von The End gibt, in Washington D.C. Aufgeführt
      Morrision hat am Ende des Songs aus Protest gegen Vietnam
      Die Fahne der USA verbrannt…. und ist dafür in den Knast gegangen
      Würde mich intressieren ob es das auf Vinyl oder CD gibt ?

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