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Robert Plant – DIGGING DEEP – SUBTERRANEA

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Anspruchsvoll

40 Jahre nach dem Ende von Led Zeppelin hat Robert Plant einen neuen Job. Anlässlich der dritten Runde seiner enorm beliebten Podcast-Staffel Digging Deep with Robert Plant gibt es mit DIGGING DEEP – SUBTERRANEA erneut eine Zusammenstellung aus Plants Soloarbeit der vergangenen vier Jahrzehnte. 30 Songs auf zwei CDs versammelt Plant solo, mit der Band Of Joy, Strange Sensation und den Sensationell Space Shifters. Soweit so gewöhnlich, eine weitere Compilation mit Plants Soloergüssen, so schön sie auch sein mögen, braucht niemand zwingend. Zumal man sich das seit einigen Jahren auch bequem selber zusammenbasteln kann. Wären da nicht die drei zuvor unveröffentlichten Beiträge, die DIGGING DEEP – SUBTERRANEA zu einem must-have machen. Darunter das einst als Soundtrack-Beitrag vorgesehene ›Nothing Takes The Place Of You‹ (ruhig, mysteriös, wunderschön), ›Charlie Patton Highway (Turn It Up, Pt. 1)‹, ein Track vom kommenden BAND OF JOY VOLUME 2-Album, sowie das spektakuläre Duett mit Plants ehemaliger Freundin Patty Griffin, ›Too Much Alike‹. Der Waschzettel spricht von acht Soloalben. Was natürlich völliger Quark ist, es sind derer zwölf, denn die Tracks von BAND OF JOY, MIGHTY REARRANGER, LULLABYE… und CARRY FIRE sind ebenso dazugehörig wie die Nummern von PICTURES AT ELEVEN, THE PRINCIPLE OF MOMENTS, SHAKEN ’N’ STIRRED, NOW AND ZEN, MANIC NIRVANA, FATE OF NATIONS und DREAMLAND. Lediglich die Zusammenarbeit mit Alison Krauss, RAISING SAND, fehlt hier komplett. Auch wenn der geneigte Fan natürlich mit Plants Solomaterial mehr als vertraut ist, so ist es doch immer wieder ein Genuss, Plant bei seiner abwechslungsreichen Arbeit zuzuhören. Nicht alles ist zwangsläufig gelungen (SHAKEN ’N’ STIRRED und einen Großteil von NOW AND ZEN kann man vernachlässigen), aber Plants abenteuerliche Reise durch die musikalische Welt ist hörenswert wie kaum eine andere. Immerhin ist er derjenige aus dem Hause Zeppelin, der regelmäßig auch heute noch hervorragende Alben veröffentlicht. Nicht ganz so aufregend wie die SIXTY SIX TO TIMBUKTU-Zusammenstellung von 2003, aber dennoch empfehlenswert.

9 von 10 Punkten

Robert Plant, DIGGING DEEP – SUBTERRANEA, ES PARANZA/RHINO/WARNER

Text: William Miller

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