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No Direction Home – Bob Dylan

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no direction home bob dylanMartin Scorseses Mammut-Doku in der Jubiläumsausgabe.

Es ist das Standardwerk über den jungen Dylan bis 1966: In typisch-umfangreicher Art breitet Martin Scorsese das frühe, sämtliche kreative Grenzen sprengende Werk des Über-Songwriters vor uns aus. An­­hand zahlreicher Live-Eindrücke, Backstage-Aufnahmen und Erinnerungen von Zeitgenossen wie Joan Baez, Allen Ginsberg und Pete Seeger wird Dylans Weg vom Woodie-Guthrie-Fan und Folkie zum exzentrischen, flamboyanten Rockstar und Großstadtbohemien nachgezeichnet. Zentral ist ein für die Doku geführtes Interview mit Dylan, das sich durch den ganzen Film zieht und in dem der ansonsten berüchtigt wortkarge Künstler er­­staunlich offen über seine Kindheit, musikalische Vorbilder und Kollegen spricht. Zehn Jahre nach Erscheinen kommt „No Direction Home“ jetzt als Deluxe-Edition neu heraus (und erstmals auch als Blu-ray). Im Vergleich zum Original wurde das ohnehin schon umfangreiche Bonusmaterial weiter aufgestockt. Neben Konzertmitschnitten aus den Jahren 1963 bis 1966 gibt’s nun auch ausführliche Interviews mit Liedermacher Dave Van Ronk, Sänger Liam Clancy und – nicht zuletzt – Scor­­sese selbst, in dem der Regisseur über die kulturelle Wirkung des Porträtierten Auskunft gibt und davon erzählt, wie er in den 60ern erst relativ spät zu Dylan fand. Unbedingt anschauen, wer’s bisher nicht getan hat.

9/10

No Direction Home –
Bob Dylan
Capitol/Universal

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