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    Review: Motörhead – BAD MAGIC

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    Review: Motörhead – BAD MAGIC

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    PrintFrischzellenkur in Oldschool-Manier.

    Keine Frage, wenn ein neues Motörhead-Album erscheint, ist das immer ein Grund zur Freude – und sei es nur, weil es Lemmy Kilmister gelungen ist, dem Sensenmann gegen alle Wahrscheinlichkeit wieder ein paar Jährchen mehr abzuluchsen. Doch ist – die Rolling Stones machen es seit mindestens 20 Jahren vor – Unverwüstlichkeit nun mal kein musikalisches Qualitätsmerkmal. Nicht dass Motörhead je eine wirklich schlechte Platte abgeliefert hätten – und das will in einer 40-jährigen Karriere schon was heißen. Aber dass die letzte Motörhead-Scheibe mit uneingeschränktem Klassikerstatus, nämlich BASTARDS, zurück ins Jahr 1993 datiert, muss ehrlicherweise auch mal gesagt werden. Zu oft prägten ziemlich farblose, auf austauschbare Metal-Riffs aufbauende Tracks (die von Mikkey Dee dann auch noch in Grund und Boden getrommelt wurden) die Kilmister/Campbell/Dee-Ära.

    Nun soll sich, nachdem in der jüngeren Vergangenheit dem Vernehmen nach die beiden Letztgenannten einen Großteil der Kompositionsarbeit verrichteten, der Chef wieder selbst verstärkt ins Songwriting eingebracht haben. Wie berichtet wird, hat die Band die meisten der aktuellen Songs gemeinsam im Studio geschrieben. Gut so, denn so nähert sich die Rock’n’Roll-Quote auf BAD MAGIC wieder erfreulich früheren Motörhead-Standards an. Schon der Opener ›Victory Or Die‹ hinterlässt breite Bremsspuren. Auch das darauffolgende ›Thunder & Lightning‹ ist Oldschool-Motörhead in Reinkultur (schon die Textzeilen „Get what you want, do what you can/You’ll get more pussy if you’re in a band“ rechtfertigen den Kaufpreis). Mit dem rasiermesserscharfen ›Electricity‹ gibt es sogar endlich mal wieder einen waschechten Punk-Rock-Knaller! ›Teach Them How To Bleed‹ rockt fast so schön anarchisch rüde wie in glorreichen ORGASMATRON-Tagen.

    Zusätzliches Leben in die Bude bringt Phil Campbell mit zahlreichen pfiffigen Solokapriolen und abgedrehten Riffeinlagen. Bei den Texten bleibt Lemmy seinem Verliererethos treu. Wobei es hier eine neue Dimension gibt, da sich der alte Haudegen nach den gesundheitlichen Rückschlägen der vergangenen Jahre offensichtlich verstärkt mit dem Altern auseinandersetzt. „All I know is who I am/I’ll never let you down/The last one you can trust until the end”, singt er in der gelungenen Ballade ›Till The End‹. Und genau deswegen verzeiht man Motörhead auch nicht ganz so starke Scheiben.

    8/10
    UDR Music

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