Review: David F. Ross – Schottendisco

-

Präsentiert

Die ganze Geschichte Der Grössten Rockband Aller Zeiten!

Review: David F. Ross – Schottendisco

- Advertisment -

schottendiscoTief in den Achtzigern.

„Russendisko“ kennen wir bereits von Wladimir Kaminer, jetzt kommt die „Schottendisco“ von David F. Ross: Der Debütroman des schottischen Architekten spielt im Schottland der frühen achtziger Jahre, wo Bobby Cassidy und Joey Miller, zwei junge Kerle und beste Freunde, auf die Idee kommen, mit einer mobilen Disco Geld zu verdienen und Mädels abzuschleppen. Dummerweise hat Fat Franny Duncan, der in der Gegend den Party- und Discobetrieb beherrscht, etwas dagegen. Leser, die in den Achtzigern bereits fähig waren, einen Plattenspieler zu bedienen, erkennen vieles wieder: die Liebe zum Vinyl, die Zeichen der Zeit, die eigene Jugend, Pickel, Suff, Filmriss und die Erkenntnis, dass eine neue Platte ein Stück neues Leben war und den Geruch der weiten Welt verbreitete. Ross schafft es durch seine unverblümte, teilweise derbe Art des Schreibens und schräge Metaphern zudem immer wieder, Lacher zu provozieren. Eine Kostprobe, wie man sich mit einem Monsterkater fühlen kann: „Motörhead hatten ihr Equipment in seinem Kopf aufgebaut und begannen mit den Proben zu ihrer anstehenden Tour. ,Lasst uns die beschissenen Amps bis elf aufreißen, Jungs‘, sagte Lemmy, ,und diesen blöden Wichser richtig wecken.‘“ Wer jetzt noch nicht wach ist, darf gerne liegen bleiben. Alle anderen rennen schnurstracks zum Buchhändler ihres Vertrauens.

9/10

Schottendisco
Von David F. Ross
Heyne Hardcore

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Das Neueste

Rückblende: Stone Temple Pilots mit ›Interstate Love Song‹

Am Anfang stand eine Bossanova-Nummer. Ergänzt um ein Country-Riff und einen Text über Lügen und Täuschungen, wurde daraus eine...

Video der Woche: Cheap Trick mit ›She’s Tight‹

Robin Zander wird heute 68 Jahre alt. Zum Geburtstag des Frontmanns blicken wir zurück auf das Jahr 1982, als...

Orianthi: Ohne Filter

O ist eine vertonte Zeitreise durch Orianthis Karriere, von futuristischem Rock bis zu gefühlvollem Blues. Mit CLASSIC ROCK sprach...

The Kinks: Stück „Moneygoround“ bei Youtube

Am 29. Januar veröffentlichen The Kinks auf ihrem Youtube-Kanal "The Moneygoround: A One Man Show For One Night Only...
- Werbung -

Review: The Dead Daises – HOLY GROUND!

Wechsel erfolgreich! Sängerwechsel bei etablierten Bands sind ja immer so eine Sache. Bei Judas Priest und IronMaiden hat es eher...

Die skurrilsten Cover: WOLF von Wolf (1999)

Man darf unterstellen, dass die Mitglieder von Wolf, einer Metal-Band aus dem schwedischen Örebro, in etwa wussten, wie ihr...

Pflichtlektüre

Review: Carole King – TAPESTRY

LP-Klassiker des Laurel-Canyon-Sounds im Klappcover. Carole Kings Karriere startete, als...

Black Country Communion – Gefangen im goldenen Käfig einer Supergroup

Vor drei Jahren erst waren sie der große Paukenschlag...
- Advertisement -

Das könnte dir auch gefallenÄHNLICH
Für dich empfohlen