Bush – BLACK AND WHITE RAINBOWS

-

Bush – BLACK AND WHITE RAINBOWS

bushDie Warrant des Grunge.

Regenbögen in schwarz-weiß? Schwarz ist nicht im Regenbogen enthalten, weil Schwarz die Ab­­wesenheit von Licht aller Farben bedeutet. Und wo kein Licht ist, kann auch kein Lichtstrahl gebrochen werden. Und dazu ein kunterbuntes Artwork? Wo ist da die Logik? Okay, Gavin Rossdale hat es in letzter Zeit nicht leicht gehabt. Seine Schlamm­schlacht-Trennung von No-Doubt-Frontfrau Gwen Stefani dürfte ihm arg zugesetzt haben. Zumal die ehemalige Gattin direkt einen neuen Kerl am Start hat. Ob man deshalb eine derart überflüssige, uninspirierte, porentief reine und glattpolierte Platte machen muss, das bleibt hier zu klären. BLACK AND WHITE RAINBOWS ist bereits das dritte Werk (das siebte insgesamt) nach der Reunion 2011. Und auch das dritte, auf das man hätte verzichten können. Hier erinnert rein nichts mehr an Hits wie ›Everything Zen‹ oder ›Glycerine‹ vom Debüt SIXTEEN STONE oder ›Letting The Cables Sleep‹ von der dritten LP THE SCIENCE OF THINGS. „Still got mad love for you, Baby“ (aus der ersten Single ›Mad Love‹) – besser früher dran gedacht. Ein Text, der vor schlimmen Klischees und Reimen nur so trieft. ›Peace-s‹, wird in der Bridge noch mal unnötig buchstabiert – lustige Schreibweise? Nein, ein schlicht schrecklicher Song. Einzig der Rausschmeißer ›People At War‹ kann gefallen, auch wenn er mit über fünfminütiger Spielzeit zu lang geraten ist. Dazwischen gesellen sich 13 Tracks pure Lange­weile, das Album ist mit 15 Songs und einer Spielzeit von fast 60 Minuten auch viel zu lang. Ärgerlich verschenkte Lebenszeit. Entweder, Rossdale bekommt ganz schnell die Kurve, oder er muss sich zukünftig vollends auf sein zweites Standbein als Coach von „The Voice UK“ konzentrieren. So geht es jedenfalls nicht.

3/10

Bush
BLACK AND WHITE RAINBOWS
CAROLINE/UNIVERSAL

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Das Neueste

Joan Jett: „Rock’n’Roll und Girls– das ging früher gar nicht!“

Nach fast sechs Jahrzehnten Karriere zeigt sich Rock-Ikone Joan Jett jetzt erstmals von ihrer akustischen Seite. CHANGE UP heißt...

Thunder: Wer rastet, der rostet…

... und rostig sind diese Männer noch lange nicht! Fast glaubt man es kaum, als einem das neue und...

Jim Morrison: When the music’s over

Vor 51 Jahren starb mit Jim Morrison eine Ikone der klassischen Rock-Ära, die – trotz kurzer Karriere – bis...

Rock-Mythen: Brian Jones – Ein Rolling Stone verglüht

Als Brian Jones in der Nacht zum 3. Juli 1969 im Swimmingpool seines Hauses tot aufgefunden wurde, hatte die...

Video der Woche: Bay City Rollers ›Keep On Dancing‹

Zum heutigen Todestag von Bassist Alan Longmuir von den Bay City Rollers blicken wir auf das Jahr 1975 zurück,...

She Rocks: Debbie Harry

Debbie Harry: Blonde Ambitionen. „Eine Frau in der Rockmusik zu sein, war sehr Punk“, sagt die Sängerin von Blondie....

Pflichtlektüre

Robert Cray – Nur die Liebe zählt

Er ist einer der größten Blueser der Gegenwart, darf...

Joni Mitchell – Ladies Of The Canyon

Übergangswerk zwischen Folk und komplexem Songwriter-Pop. Am künstlerischen Scheideweg befand...
- Advertisement -

Das könnte dir auch gefallen
Für dich empfohlen